Fische vergiftet: Gift im Wasser tötet mehrere hundert Forellen

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Fische vergiftetGift im Wasser tötet mehrere hundert Forellen

In drei Bächen bei Gossau sind Hunderte Fische vergiftet worden und qualvoll verendet. Woher das Gift kam, ist unklar.

von
tob
Weil ein unbekanntest Gift ein Bachsystem verschmutzt hat, sind am Wochenende mehrere hundert junge Bachforellen gestorben.

Weil ein unbekanntest Gift ein Bachsystem verschmutzt hat, sind am Wochenende mehrere hundert junge Bachforellen gestorben.

In einem Bachsystem in Gossau sind am Sonntag mehrere hundert Fische verendet. «Die Bachforellen hatten keinen Sauerstoff mehr – sie sind erstickt», sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Grund dafür ist ein bisher unbekanntes Gift, das laut Polizei im Raum Brüewil in das Bachsystem gelangt ist.

Die Bäche werden als Aufzuchtgewässer für Forellen genutzt. Darum könnte das Ausmass des Schadens viel grösser sein, als bisher angenommen: «Erst vor kurzem wurden dort mehrere tausend frisch geschlüpfte Fischlarven ausgesetzt», sagt Patrick Gloudie, Präsident des Fischereivereins Thur. Ob das Gift diese ebenfalls getötet hat, sei noch unklar. Diese Woche sollen die Bäche darum nach den Jungfischen durchsucht werden.

Die Suche nach der Giftquelle

Die Kantonspolizei sucht nun zusammen mit der Fischereiaufsicht und Spezialisten vom Amt für Umwelt und Energie nach der Giftquelle. «Zu eruieren, woher die toxische Substanz kam, ist aber schwierig», so Rezzoli. Denn die Flüssigkeit hätte sich schnell verwässert. «In dem Gebiet wurden deshalb mehrere Wasserproben genommen.» Ausgeschlossen werde bisher einzig, dass Gülle die Fische getötet hat. Für das Trinkwasser bestand laut Rezzoli keine Gefahr.

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