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Gift-Spielzeug: China gibt schwarzen Peter zurück

Ein Vertreter der Spielzeugindustrie in China hat dem US-Konzern Mattel eine Teilschuld am Rückruf von Millionen mit Bleifarbe verseuchter Spielwaren zugewiesen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Herstellervereinigung in der Provinz Guangdon, Li Zhuoming, erklärte, man könne niemand einseitig Schuld zuweisen. In der vergangenen Woche hatte Mattel weltweit bestimmte Spielzeugartikel wegen Gesundheitsgefahr zurückgerufen.

«Die Produzenten sind verantwortlich, weil sie keine strengen Kontrollen bei Verkauf und Produktion haben», sagte Li der staatlichen Zeitung «Guangzhou Ribao» vom Mittwoch. «Aber auch der Käufer Mattel kann seiner Verantwortung nicht entgehen.» Der US-Konzern habe die Qualitätskontrolle vernachlässigt. Wenn es ein Problem mit den Spielwaren gebe, müssten der Markeninhaber und der Importeur eingreifen.

Weitere Rückrufe wurden aus Australien und Neuseeland gemeldet. Dort zog am Mittwoch ein Vertriebshändler Decken aus China zurück, die gefährlich hohe Konzentrationen des Konservierungsmittels Formaldehyd aufwiesen. Zwei Tage zuvor hatte die neuseeländische Regierung eine Untersuchung eingeleitet, nachdem Wissenschaftler die gleiche Chemikalie in Kleidungsstücken aus China nachgewiesen hatten. (dapd)

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