Giftspritze: Grausame Form der Hinrichtung
Aktualisiert

Giftspritze: Grausame Form der Hinrichtung

Bis zur Klärung der Verfassungsmässigkeit von Giftinjektionen hat eine Bundesrichterin im US-Staat Delaware die Hinrichtung eines verurteilten Mörders ausgesetzt.

Sue Robinson schloss sich am Dienstag einem Gerichtsentscheid in Florida an, wo die Exekution von Charles Hill buchstäblich in letzter Minute verschoben worden war. Hill hatte Klage gegen die Hinrichtung mit der Giftspritze eingelegt und geltend gemacht, es handele sich um eine äusserst schmerzhafte und grausame Form der Tötung.

Darüber soll in Florida nun bis Juli entschieden werden. Erst dann wird geklärt sein, ob es Häftlingen juristisch zustehen soll, die Hinrichtung per Giftspritze unter dem Aspekt der Grausamkeit zivilrechtlich anzufechten. Der in Delaware zum Tode verurteilte Robert Jackson berief sich darauf und hatte bei Richterin Robinson Erfolg. Der 32-Jährige, der laut Urteil eine Frau bei einem Einbruch mit der Axt erschlug, hätte in der kommenden Woche hingerichtet werden sollen. (dapd)

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