Aktualisiert 27.01.2011 17:04

Ingvar KampradGigantischer Steuerbetrug von Ikea-Gründer?

Der schwedische TV-Sender SVT wirft dem in der Schweiz lebenden Ikea-Gründer Ingvar Kamprad vor, Milliarden am Staat vorbeizuschleusen.

von
whr
Muss sich Ingvar Kamprad nach den happigen Vorwürfen wegen Steuerbetrugs warm anziehen?

Muss sich Ingvar Kamprad nach den happigen Vorwürfen wegen Steuerbetrugs warm anziehen?

Kamprad habe unter völliger Geheimhaltung «in einem der bekanntesten Steuerparadiese der Welt, Liechtenstein» eine Stiftung namens Interogo gegründet, zitiert Welt Online aus einer zweiteiligen Dokumentation des Senders SVT. Über diese Stiftung würden nicht nur Milliarden Steuern hinterzogen, sondern der 84-jährige Firmengründer soll damit auch weiter die «Kontrolle und Macht» über Ikea ausüben. Interogo sei vor 20 Jahren gegründet worden und erhalte bei jedem Verkauf steuerfrei drei Prozent des Umsatzes.

Die Stiftung soll ein Kapital von über 11 Milliarden Euro besitzen und Geld unter anderem auf die Jungferninseln und in die Schweiz geschafft haben «um keine Steuern zahlen zu müssen». Kamprad lebt seit 1976 in der Schweiz, weil er nach eigenen Angaben die hohen Steuern in Schweden nicht bezahlen wolle.

Kamprad bestätigte, dass seine Familie die Stiftung Interogo in Liechtenstein kontrolliere, dementierte jedoch, dass er oder seine Familie irgendeine Kontrolle über Ikea ausüben würden.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.