Gigantisches Ausgrabungsprojekt in Köln
Aktualisiert

Gigantisches Ausgrabungsprojekt in Köln

Eines der grössten Projekte in der Geschichte der Archäologie Europas hat am Dienstag in Köln mit dem symbolischen ersten Spatenstich begonnen.

Über 100 Ausgräber aus mehreren Ländern werden in den kommenden vier Jahren zur Vorbereitung einer neuen U-Bahntrasse rund 100 000 Kubikmeter Erdreich durchforschen. Bis zu 13 Meter mächtige Fundschichten aus sieben Jahrtausenden zwischen Jungsteinzeit und Preussen-Ära werden dazu mit Pinsel und Spachtel abgetragen, sagte der Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege, Prof. Hansgerd Hellenkemper, der Nachrichtenagentur dpa.

Die etwa ein Jahrzehnt lang wissenschaftlich vorbereitete Ausgrabung auf einer Gesamtfläche von nahezu drei Fussballfeldern sei «das grösste derartige Forschungsprojekt zwischen Neapel und Thessaloniki», betonte der Direktor des Römisch-Germanischen Museums. Für die erwarteten «gigantischen Fundmengen» aus der Unterwelt der seit zwei Jahrtausenden besiedelten Rhein-Metropole sei eine ganze Etage des Museums-Depots frei geräumt.

(sda)

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