G8-Gipfel: Gipfel berät über Lage in Afrika - mit Gaddafi
Aktualisiert

G8-GipfelGipfel berät über Lage in Afrika - mit Gaddafi

Zum Abschluss des G8-Gipfels beraten die Staats- und Regierungschefs der grossen Industrieländer und Russlands über die Lage in Afrika. An einem Arbeitsfrühstück nehmen auch mehrere afrikanische Spitzenpolitiker teil.

Ziel ist eine bessere Bekämpfung des wieder zunehmenden Hungers auf dem Kontinent. Auch über die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise wollen die rund 20 Teilnehmer diskutieren.

Bei den Beratungen wird auch erstmals bei einer Konferenz dieser Art der libysche Präsident Muammar al-Gaddafi mit am Tisch sitzen, der politisch über Jahrzehnt isoliert war, derzeit aber den Vorsitz in der Afrikanischen Union innehat. Gaddafi erschien in einer weissen Beduinen-Tracht mit einer grossen Ordensspange.

An den ersten beiden Tagen des Gipfels hatte der Klimaschutz im Mittelpunkt der Beratungen gestanden. Dabei hatten sich die Industrie- und Schwellenländer erstmals darauf verständigt, dass die Erderwärmung zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter nicht übersteigen darf.

Zu weiterreichenden Abmachungen kam es nicht, weil zwischen den Industrie- und Schwellenländern noch kein Konsens über die Verzahnung von lang- und mittelfristigen Zielen zur Reduktion des Treibhausgases Kohlendioxid gibt.

(sda)

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