Aktualisiert 02.10.2019 14:14

Konstanz

Gipfeli kostet St. Galler 20 Euro Busse am Zoll

Bruno Bär wollte sich am Zoll Konstanz die Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen – und zahlte eine Busse wegen eines Gebäcks.

von
dmo
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Den Laugengipfel konnte der St. Galler beim Zoll nicht mehr vorzeigen.

Den Laugengipfel konnte der St. Galler beim Zoll nicht mehr vorzeigen.

Screenshot: TVO
Die Beamtin fand das alles andere als lustig.

Die Beamtin fand das alles andere als lustig.

Keystone/Gaetan Bally
Bruno Bär musste eine Busse bezahlen.

Bruno Bär musste eine Busse bezahlen.

epa/Felix Kaestel

Das war möglicherweise der teuerste Laugengipfel, den Bruno Bär je gegessen hat. Der St. Galler ass zusammen mit seiner Frau vor gut einer Woche das Gebäck für 45 Cent, noch bevor er sich zur Rückerstattung der Mehrwertsteuer aufmachte.

Die zuständige Zöllnerin in Konstanz brummte ihm daraufhin eine Busse von 20 Euro auf, weil er den Gipfel, der Teil eines grösseren Einkaufs war, nicht mehr vorzeigen konnte. Zudem betitelte die Beamtin ihn als «Lügner», wie Bär im Interview mit dem Ostschweizer Fernsehsender TVO, sagt.

Eine Geldmacherei

Auf Anfrage des Senders heisst es beim deutschen Zollamt, dass das Vorgehen wie auch die Busse rechtens seien. Es werde seit 2017 gebüsst, weil immer wieder falsche Quittungen vorgelegt worden seien. Die gekauften Artikel müsse man auch vorzeigen können.

Bär versteht vollkommen, wenn bei grösseren Delikten gebüsst werde. Dass das gleiche Vorgehen bei kleineren Dingen, wie eben einem Laugengipfel, genauso zur Anwendung komme, sieht er aber als Schikane an. Damit wolle der Zoll nur Geld verdienen. Man könne doch auch zuerst kurz fragen, ob man wirklich alles, was auf dem Kassenzettel stehe, auch dabeihabe.

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