Bäckereien unter Druck – Gipfeli und Co. werden nächstes Jahr massiv teurer
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Bäckereien unter DruckGipfeli und Co. werden nächstes Jahr massiv teurer

Weil unter anderem die Getreidepreise dieses Jahr enorm gestiegen sind, werden Backwaren bis zu 15 Prozent teurer. Eine Bäckerei-Cremeschnitte könnte so 4.80 Franken kosten. Doch auch Grossverteiler werden ihre Preise anheben müssen.

von
Samina Stämpfli
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Ein Gipfeli kann je nach Bäckerei nächstes Jahr bis zu 1.70 Franken kosten. 

Ein Gipfeli kann je nach Bäckerei nächstes Jahr bis zu 1.70 Franken kosten.

Imago/PantherMedia / Daniel Bolloff
Auch das Brot wird teurer. 

Auch das Brot wird teurer.

Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Darum gehts

Weil viele Rohstoffe dieses Jahr massiv teurer geworden sind, empfiehlt der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) seinen Mitgliedern in einem Schreiben, im kommenden Jahr die Preise für das «ganzen Produktsortiment» zu erhöhen, schreibt die «SonntagsZeitung».

Weil die Ausgaben für Rohstoffe, Verpackung, Energie, Kredit- und Debitkartengebühren um 15 Prozent gestiegen sind, würden verschiedene Bäckereibetriebe ihre Kundinnen und Kunden bereits auf höhere Preise im kommenden Jahr vorbereiten. Die Preise für Gipfeli und Co. sollen zwischen fünf und 15 Prozent steigen. Das heisst konkret, dass ein Gipfeli nächstes Jahr 1.70 Franken und eine Cremeschnitte rund 4.80 Franken kosten könnte.

Der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) bestätigt das Schreiben gegenüber der «SonntagsZeitung». Dabei soll es sich aber nur um eine Empfehlung handeln. Doch weil die Preise für die Basisgüter sowie die Getreidepreise erheblich angestiegen sind, müsse man handeln.

Preise variieren nach Bäckerei

Die Bäckerei Reinhard aus Bern will dieser Empfehlung nicht ganz so stark folgen. Mit ihren sieben Standorten in Bern und Region werde man die Preise um nur fünf bis sechs Prozent erhöhen. Bei gewissen Produkten aber könnten auch gröbere Preiserhöhungen von bis zu zehn Prozent oder mehr drohen.

Anders die Steiner Beck AG aus Wetzikon mit 27 Filialen im Zürcher Oberland: Schon Mitte Jahr habe man die Preise um zehn Prozent anheben müssen. Nächstes Jahr kommen weitere fünf dazu.

Preisanstiege auch bei Migros und Coop nicht auszuschliessen

Auch die Grossverteiler sind von den Preiserhöhungen betroffen. Die Migros-Bäckerei Jowa sei mit den Lieferanten noch am verhandeln. Was die Auswirkungen der Preise angehe, würde man noch evaluieren, so die «SonntagsZeitung». Weder bei Coop noch bei der Migros aber seien Preiserhöhungen auszuschliessen.

Im Vergleich zu den Backwaren ist bei der allgemeinen Teuerung «bloss» ein Anstieg von 1,1 Prozent für das neue Jahr zu erwarten. Das Problem ist unter anderem die Explosion der Getreidepreise. Dieses Jahr ist der Weizenpreis um 30 Prozent angestiegen, unter anderem wegen der schlechten Witterung in diesem Frühjahr.

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