Aktualisiert 19.05.2007 15:18

Giro: Schweizer Hubert Schwab bleibt auf 2. Gesamtrang

Im Giro d'Italia hat Alessandro Petacchi den Massenspurt der 7. Etappe im Autodrom von Mugelo gewonnen. Hinter dem Gesamtersten Marco Pinotti belegte Hubert Schwab weiterhin den 2. Gesamtrang.

Bei der 1000-m-Marke versuchte Fabian Cancellara, die Sprinter zu überlisten. Die Idee des Zeitfahren-Weltmeisters war gut, die Wachsamkeit der Helfer der Sprinter aber gross. 300 m vor dem Zielstrich konnte der Berner dieses kleine Abenteuer abhaken. Zuvor hatte sich Salvatore Commesso (It) vom Feld abgesetzt. Auch er musste kapitulieren.

Im Gegensatz zur mit ihren Kurven tückischen Zielanlage von Frascati liess die Rennstrecke von Mugello eine bessere Mannschaftsarbeit zu. Der Milram-Zug funktionierte, und Alessandro Petacchi proftierte ganz klar von der Vorarbeit seiner Teamkollegen. Auf den Zielstrich hin waren nämlich Thor Hushovd, Paolo Bettini und auch Danilo Napolitano klar endschneller. Doch sie kamen um Sekundenbruchteile zu spät, um «Ale-Jet» an seinem 21. Giro-Etappensieg zu hindern. Petacchi war schon am Schluss des 3. Tagespensums in Cagliari siegreich gewesen. Der 33-Jährige blickt nunmehr auf 13 Saisonerfolge und auf insgesamt 134 Profisiege zurück.

148 Fahrer wurden in der gleichen Zeit klassiert. Dies bedfeutet, dass es an der Spitze des Gesamtklassementes zu keiner Veränderung kam. Marco Pinotti steckt in der Maglia rosa des Gesamtersten, Hubert Schwab auf Platz 2 trägt weiterhin das weisse Trikot des besten Jungprofis.

Im mit 254 km längsten Teilstück dieser Italien-Rundfahrt hatte sich schon nach 9 km ein Quartett vom Feld absetzen können. Rubens Bertogliati (Sz), Beñat Albizuri (Sp), Fabian Patanchon (Fr) und Elio Aggiano (It) wiesen nach 100 km einen Maximalvorsprungh von 11:30 Minuten auf. Weil aber den Mannschaften mit den Sprintern in ihren Reihen an einer Massenankunft gelegen war, kam es schon frühzeitig zur Einholung der Flüchtlinge. Nach einer Vorausfahrt über 200 km vermochte sich das Quartett noch über die einzige nahmhafte Steigung des Tages zu retten. Bertogliati sicherte sich die drei Punkte der Bergpreiswertung. Doch dies war letztlich ein schwacher Trost für den generösen, aber vergeblichen Einsatz.

Auf der Anfahrt zum Autodrom war es zu einer spannenden Verfolgungsjagd gekommen. Bei der einzigen Bergpreiswertung des Tages 50 km vor Schluss fielen einige namhafte Sprinter zurück. Für den Strassenweltmeister Paolo Bettini schien dies eine günstige Gelegenheit, seine Helfer einzusetzen. Mit weniger Gegnern stiegen schliesslich seine Aussichten auf den Etappensieg. Es standen aber nur drei Teamkollegen für die Galeerenarbeit zur Verfügung. Dies war eindeutig zu wenig. Nach einer hartnäckigen Gegenwehr schloss die Gruppe mit den Sprinter nach 30 km zur Hauptgruppe auf.

(si)

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