Kein Hindernis: Gisin mit Gips am Start
Aktualisiert

Kein HindernisGisin mit Gips am Start

Dominique Gisin tritt beim Riesenslalom der Frauen mit Gips an. Am Start hindere die Hand sie etwas, aber sie sieht auch einen Vorteil in der Verletzung.

Dominiqe Gisin vor dem Riesenslalom.

Körperlich nicht so gut geht es Dominique Gisin, die in der Abfahrt stürzte und sich rechts einen Trümmer-Bruch der Mittelhandknochen zuzog. «Die Hand ist gebrochen, doch es geht relativ gut», sagt die 27-jährige Obwaldnerin, die am Mittwoch - drei Tage nach ihrem Sturz - erstmals wieder auf den Ski stand. «Da die rechte Hand eingegipst und das Handgelenk fixiert ist, bin ich am Start etwas eingeschränkt. Auch mit der Hocke klappt es nicht so gut. Aber 99,9 Prozent werde ich so fahren können, wie ich es will.»

Aber klar sei der Sturz am Sonntag nicht gerade die beste Vorbereitung gewesen, so Gisin, die ihre Probleme aber vor allem im Speed-Bereich und da im mentalen Bereich ortet. «Ich arbeite fest daran, den Weg zurück zu finden.»

Medaillen dürfen nicht erwartet werden

Heuer in Schladming einen Schweizer Triumph zu erwarten, wäre sehr vermessen. Zwar sorgten Anfang Saison Dominique Gisin (in Sölden) und Lara Gut (in Aspen und St. Moritz) mit vierten Plätzen für eher unerwartete Spitzenplatzierungen in dieser langjährigen Schweizer Sorgen-Disziplin. Doch in zuletzt vier Riesenslaloms seit Mitte Dezember blieben Gisin und Gut Top-10-Rangierungen verwehrt. Doch dahin will das Schweizer Top-Duo im WM-Riesenslalom, der auf dem steilen Hang der Männer-Piste durchgeführt wird, zurück.

«Nach den Rennen in Nordamerika und der Speed-Woche in Val d'Isère war ich todmüde und dann fährt man nicht mehr das, was man eigentlich kann. Und gleich danach fanden drei Riesenslaloms innert zehn Tagen statt. Nicht ideal, wenn man nicht in Form ist», so Lara Gut. Doch das sei vor mehr als sechs Wochen gewesen und sie sei längst wieder erholt, sagt sie. Für die 21-jährige Tessinerin gab es in Schladming nach idealem Auftakt mit Silber im Super-G allerdings nur noch Enttäuschungen. In der Super-Kombination schied sie im Slalom in aussichtsreicher Lage aus und in der Abfahrt resultierte nur der 16. Platz. «Seither habe ich aber zwei Tage gut Riesenslalom trainiert und ich fühle mich viel besser als am Sonntag», sagt Gut, die sich im Riesenslalom ein deutlich besseres Resultat als den 20. WM-Platz von vor zwei Jahren in Garmisch erhofft.

Lara Gut vor dem Riesenslalom. (si)

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