Slalom Frauen ZagrebGisin wird bei Vlhova-Sieg Dritte

Die Engelbergerin fährt beim ersten Weltcup-Rennen im Jahr 2021 auf das Podest. Sie muss sich nur Katharina Liensberger und Petra Vlhova geschlagen geben.

Michelle Gisin fährt erneut aufs Podest

Nach ihrem ersten Weltcupsieg fährt Michelle Gisin beim Slalom in Zagreb auf Rang 3. Den Sieg sichert sich die Slowakin Petra Vlhova. (Video: SRF)

Es waren schwierige Verhältnisse, mit denen die Skifahrerinnen in Kroatien zu kämpfen hatten. Sehr warme Temperaturen bis zu 5 Grad in den letzten Tagen sowie Regen hatten der Slalom-Piste in Zagreb zugesetzt, die gewässert und noch gesalzen worden war. Und dennoch schaffte es Michelle Gisin erneut, aufs Podest zu fahren. Nach ihrem ersten Weltcupsieg am 29. Dezember wurde sie diesmal Dritte, hinter der Österreicherin Katharina Liensberger und der unwiderstehlichen Slowakin Petra Vlhova. Wendy Holdener zeigte ebenfalls einen starken Auftritt und wurde Sechste.

Die übrigen Schweizerinnen, Mélanie Meillard und Camille Rast konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Zu den Topfahrerinnen nach dem ersten Durchgang gehörte auch die Amerikanerin Mikaela Shiffrin, sie verpasste das Podest und ihren 100. Podiumsplatz am Ende lediglich um 5 Hundertstel und klassierte sich direkt hinter Gisin.

«Es macht Spass, so zu fahren»

Gisin gelang es hingegen, die gute Ausgangslage, die sie sich nach dem ersten Lauf geholt hatte, zu nutzen. Auf der Piste auf dem Bärenberg, die für grosse Abstände bekannt ist, hatte sie nur 38 Hundertstelsekunden auf Vlhova verloren wegen zwei kleiner Fehler. «Das gewonnene Selbstvertrauen hilft mir und es macht Spass, so zu fahren», hatte die 27-Jährige nach dem ersten Lauf gesagt. Angesprochen auf das Gefühl, als Weltcupsiegerin an den Start gegangen zu sein, meinte die Engelbergerin, dass es schon anders gewesen sei.

Nach dem Technikrennen geht es für die Frauen im dicht getakteten Weltcup-Winter nächsten Samstag mit einer Abfahrt in St. Anton weiter. Die Männer bestreiten am Mittwoch in Zagreb ebenfalls einen Slalom. (erh)

Schlussklassement:

Deine Meinung

Sonntag, 3.1.2021

1. Petra Vlhova (SVK)

Die Führende in der Disziplinenwertung zeigt, wieso sie dort oben steht. Sie deklassiert die Konkurrenz und siegt!

1:59.08 (-0.05)

2. Katharina Liensberger (AUT)

Ihr Trainer hat den zweiten Lauf gesteckt. Und sie kann den Vorteil nutzen und setzt sich dank einem starken Finish an die Spitze.

1:59.13 (-0.17)

3. MICHELLE GISIN (SUI)

Nun heisst es Daumen drücken! Nur gerade vier Zehntel nimmt die Engelbergerin am Start mit. Im zweiten Abschnitt holt Gisin einen tollen Vorsprung heraus und baut diesen bis zum Steilhang nochmals aus. Und sie setzt sich an die Spitze!

1:59.30 (-0.05)

4. Mikaela Shiffrin (USA)

Nun das Spitzenquartett und damit auch die Abstände am Start wieder gross. Fast 1.5 Sekunden nimmt die Amerikanerin aus dem ersten Lauf mit und gibt nur wenig davon ab. Eine starke Vorstellung von Shiffrin.

1:59.35 (-1.13)

5. WENDY HOLDENER (SUI)

Folgt nun die grosse Attacke der Schwyzerin? Knapp vier Zehntel nimmt sie mit und fährt voll am Limit. Dies zahlt sich knapp nicht aus. Holdener fährt mit einer ansprechenden Leistung auf Zwischenrang 2.

+0.06 (2.)

6. Chiara Mair (AUT)

35 Hundertstel Vorsprung nimmt die zweitbeste Österreicherin aus dem ersten Lauf mit. Doch auch sie kann den Zeitvorteil nicht nutzen und ihr bisheriges Bestergebnis (6. Rang) nicht egalisieren.

+1.02 (4.)

7. Mina Fuerst Holtmann (NOR)

Die Norwegerin verspielt ihren Vorsprung bereits bis zur zweiten Zwischenzeit. Holtmann verliert deutlich Zeit, klassiert sich aber auf Zwischenrang 4. Damit machen Mielzynski und Lysdahl einen weiteren Platz gut.

+1.16 (4.)

8. Lena Dürr (GER)

Vor dem Führungsquartett folgen noch vier Fahrerinnen, die alle innerhalb von 13 Hundertstelsekunden liegen. Eröffnet werden die Top 8 von Lena Dürr.

Die Deutsche hält oben mit den Bestzeiten mit, fällt dann aber kontinuierlich zurück. Nach Schwierigkeiten bei der Einfahrt zum Zielhang wächst der Rückstand noch etwas an.

+0.51 (3.)

9. Katharina Gallhuber (AUT)

Mit Rang 9 war Gallhuber nur drittbeste Österreicherin. Die zwei bisher gestarteten Teamkolleginnen sind beide ausgeschieden. Gallhuber kommt durch und fährt in die Lücke hinter Lysdahl.

+1.19 (3.)

10. Irene Curtoni (ITA)

Nun startet die bestplatzierte Italienerin aus dem ersten Lauf. Für die folgenden Fahrerinnen wird es schwer, an die guten Fahrten von Lysdahl und Mielzynski anzuknüpfen.

Hinter Lysdahl ist zwar eine grosse Lücke, doch Curtoni fällt zurück.

+1.43 (7.)

11. Erin Mielzynski (CAN)

Die Abstände am Start werden damit wieder deutlich kleiner. Eine Zehntelsekunde nimmt die Kanadierin aus dem ersten Lauf mit. Und sie setzt sich an die Spitze!

2:00.48 (-0.34)

12. Kristin Lysdahl (NOR)

Nun startet die Entscheidung um die Top 10. Die folgenden Fahrerin bis Wendy Holdener liegen alle innerhalb einer halben Sekunde.

Die Norwegerin zeigt eine starke Fahrt und kann Noens bezwingen. Wir haben eine neue Führende in dieser Entscheidung.

2:00.82 (-0.95)

13. Laurence St-Germain (CAN)

Die Kanadierin zeigt eine saubere Fahrt und kann bis vor dem Steilhang mit Noens mithalten. Doch nach einem Fehler fällt auch sie zurück. Noens hat nun schon 14 (!) Plätze gut gemacht.

+0.54 (7.)

14. Meta Hrovat (SLO)

Die Slowenin fuhr im ersten Lauf zeitgleich mit Wikström. Doch auch sie kann den Vorsprung nicht ins Ziel bringen. Bereits vor dem Steilhang handelt sie sich einen Rückstand ein und fällt deutlich zurück.

+0.98 (10.)

15. Emelie Wikström (SWE)

Ihr Vorsprung beträgt am Start mehr als eine Sekunde. Die Schwedin zeigt eine Fahrt am Limit, kann aber den Vorsprung nicht ins Ziel retten. Trotz knappem Rückstand fällt sie im Zwischenklassement zurück.

+0.09 (4.)

16. Kristina Riis-Johannessen (NOR)

Noens hat bereits zehn Ränge gut gemacht. Die Norwegerin hat nun schon fast eine Sekunde Vorsprung, der während der Fahrt komplett wegschmilzt. Sie kommt aber sehr nah an die Zeit der Führenden heran.

+0.02 (2.)

17. Katharina Huber (AUT)

Die nächste Österreicherin nimmt neun Zehntel Vorsprung aus dem ersten Lauf mit. Sie hält gut mit der Bestzeit mit, scheidet dann aber mit grossen Vorsprung im Zielhang aus. Da hat sie kurz die Linie verloren.

DNF

18. Franziska Gritsch (AUT)

Die erste von fünf Österreicherinnen im zweiten Lauf. Gritsch fädelt ebenfalls ein und scheidet aus.

DNF

19. Marta Rossetti (ITA)

Die Italienerin nimmt bereits über sechs Zehntel Vorsprung aus dem ersten Lauf mit. Im Flachstück unterläuft ihr jedoch ein Fehler, der viel Tempo kostet.

+0.87 (7.)

20. Sara Hector (SWE)

Wir sind nun im Bereich der Fahrerinnen, die weniger als drei Sekunden auf die Bestzeit verloren haben, jedoch extrem eng zusammenliegen. Doch auch die Schwedin kann die halbe Sekunde Vorsprung nicht nutzen und scheidet wie Tviberg nach eine Einfädler aus.

DNF