Gefängnis Baden : Gitterstab durchgesägt – warum gabs keinen Alarm?
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Gefängnis Baden Gitterstab durchgesägt – warum gabs keinen Alarm?

Die beiden Ausbrecher von Baden sägten ein Gitter im Bezirksgefängnis durch und konnten alarmgesicherte Türen öffnen. Nun prüft der Kanton sicherheitstechnische Massnahmen.

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num
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Zwei Häftlinge sind in der Nacht auf Dienstag, 19. Juli 2017, aus dem Bezirksgefängnis Baden ausgebrochen.

Zwei Häftlinge sind in der Nacht auf Dienstag, 19. Juli 2017, aus dem Bezirksgefängnis Baden ausgebrochen.

Leser-Reporter
Sie haben sich mit einem aus Leintüchern zusammengeknüpften Seil aus dem Gebäude abgeseilt.

Sie haben sich mit einem aus Leintüchern zusammengeknüpften Seil aus dem Gebäude abgeseilt.

Leser-Reporter
Neben dem Gebäude befindet sich eine Baustelle, dorthin sind die beiden wegen Einbruchdiebstählen inhaftierten Insassen geflüchtet.

Neben dem Gebäude befindet sich eine Baustelle, dorthin sind die beiden wegen Einbruchdiebstählen inhaftierten Insassen geflüchtet.

Leser-Reporter

Zwei Rumänen, die wegen Einbruchsdiebstählen im vorzeitigen Strafvollzug sassen, brachen am 19. Juli aus. Die beiden durchtrennten bei ihrem Ausbruch einen Gitterstab. Wie ihnen das gelungen ist, wird derzeit vom Kanton abgeklärt, berichtet die «Aargauer Zeitung».

Vor allem wie sie an einen genügend harten Gegenstand gelangen konnten, der ihnen das Durchtrennen ermöglichte, dürfte die Justizbehörden interessieren. Der zweite Teil des Ausbruchs war spektakulär – und gefährlich: Die beiden Männer knüpften ihre Leintücher aneinander und seilten sich vom Dach des Gefängnis ab.

War die Alarmanlage defekt oder ausgeschaltet?

Das Amt für Justizvollzug will aber nicht mitteilen, warum die Alarmanlage nicht funktionierte, beziehungsweise warum der Ausbruch nicht bemerkt wurde. Der Gefängnisbereich im Bezirksgefängnis ist laut der Zeitung mit einer Alarmanlage ausgerüstet. Funktionierte sie nicht, oder war sie ausser Betrieb?

Vor fünf Jahren konnten in ähnlicher Weise bereits drei Insassen fliehen. Auch diese hatten sich vom Dach abgeseilt. Danach wurden die Sicherheitsvorkehrungen eigentlich erhöht: Türen wurden alarmgesichert, und jährliche Checks wurden durchgeführt.

Dennoch schafften es die beiden Insassen auszubrechen. Welche Massnahmen nun ergriffen werden, ist noch offen. Über die getroffenen Sofortmassnahmen würden verständlicherweise keine Ausführungen gemacht, schreibt die «Aargauer Zeitung». Von den beiden Rumänen fehlt noch immer jede Spur.

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