Aktualisiert 05.10.2006 22:28

Gjasula: «Natürlich gehört ein Quäntchen Glück dazu»

Regisseur Jürgen Gjasula gibt sich über die St. Galler Leaderposition wenig überrascht.

Jürgen Gjasula, hätten Sie gedacht, dass St. Gallen nach zehn Runden Leader ist?

Jürgen Gjasula: Damit gerechnet haben wohl auch bei uns nicht viele. Aber ich weiss, was das Team kann und wie hart es gearbeitet hat. Jetzt freuen wir uns darüber und versuchen den ersten Platz zu verteidigen.

Warum ist der FC St. Gallen nach fünf wenig erfolgreichen Jahren plötzlich so stark?

Gjasula: Wir haben uns mit Aguirre, Di Jorio und Gelabert sehr gut verstärkt. Jeder einzelne Spieler hat sich entwi-ckelt und der Trainer hat uns zu einer Einheit geformt. Aber natürlich gehört auch ein Quäntchen Glück dazu.

Rolf Fringer scheint dabei gute Arbeit zu leisten.

Gjasula: Er ist ein sehr guter Motivator, stellt uns super auf die Gegner ein und redet sehr viel mit den Spielern.

Unter ihm sind auch Sie kaum wieder zu erkennen.

Gjasula: Ich hatte in St. Gallen Anlaufschwierigkeiten gehabt und eine gewisse Angewöhnungszeit gebraucht. Jetzt fühle ich mich sehr wohl hier, und das widerspiegelt sich offensichtlich auch auf dem Rasen.

Sie sind erst zwanzigjährig und galten in Kaiserslautern als riesiges Talent. Ist die Bundesliga Ihr grosses Ziel?

Gjasula: Nein. Ich bin zurzeit sehr froh drüber, dass ich hier bin. Zuerst möchte ich mich in der Schweiz durchsetzen, Verantwortung übernehmen und mich als Spieler weiterentwickeln. Mein grösster Traum ist aber Spanien.

Michael Wegmann

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