Strittige Entscheidung: Gladbach feiert «dreckigen Sieg» – Sommer im Fokus

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Strittige EntscheidungGladbach feiert «dreckigen Sieg» – Sommer im Fokus

Mainz erzielt gegen Gladbach kurz vor Schluss das 1:1, der Schiedsrichter gibt das Tor aber nicht. Eine strittiger Entscheid, bei welchem Yann Sommer im Mittelpunkt steht.

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Sonntag, 11. Dezember 2016Auch dieses Foto gibt keinen Aufschluss darüber, ob Yann Sommer den Ball festhielt, als Pablo de Blasis ihn in der 88. Minute zum 1:1 ins Tor beförderte.

Sonntag, 11. Dezember 2016Auch dieses Foto gibt keinen Aufschluss darüber, ob Yann Sommer den Ball festhielt, als Pablo de Blasis ihn in der 88. Minute zum 1:1 ins Tor beförderte.

/Alex Grimm
Der Schiedsrichter gab den Ausgleichstreffer nicht, weil er die Hand auf dem Ball sah.

Der Schiedsrichter gab den Ausgleichstreffer nicht, weil er die Hand auf dem Ball sah.

/Alex Grimm
Vor allem aus der Sicht der Mainzer der Aufreger des Sonntags, denn am Ende siegte Gladbach 1:0.

Vor allem aus der Sicht der Mainzer der Aufreger des Sonntags, denn am Ende siegte Gladbach 1:0.

/Alex Grimm

Borussia Mönchengladbach führt 1:0, als Mainz-Stürmer Pablo De Blasis in der 88. Minute den Ball zum 1:1 an Yann Sommer vorbei schiebt. Der Schiedsrichter gibt den Treffer jedoch wegen eines vermeintlichen Foulspiels am Nati-Goalie nicht.

Die Frage ist nun: Hatte Sommer die Hand auf dem Ball und damit die Kontrolle darüber? Genau dies wollte die Reporterin von Sky nach der Partie vom 27-jährigen Schweizer wissen. «Er trifft sicher auch meine Hand. Es ging auch für mich sehr schnell. Der Schuss kam und ich wusste zuerst nicht, wo der Ball ist. Dann sehe ich ihn hinter mir liegen, probiere die Hand drauf zu machen und dann kommt ein Spieler. Ich muss mir die Situation noch einmal anschauen», sagte der Nati-Goalie im TV-Interview und einen Augenblick später hatte er die umstrittene Szene bereits vor sich: «Ja, es ist schwierig, zu entscheiden, definitiv», fügte Sommer an.

Eine Woche nach dem Schwalben-Eklat um Leipzigs Timo Werder ist es nun der Nati-Goalie, der Zorn auf sich zieht – wenn auch in wesentlich kleinerem Rahmen.

Und die Anhänger der Fohlen? Sie wussten um den Dusel. Auf dem offiziellen Twitter-Kanal wird das 1:0 als ein «dreckiger Sieg» betitelt.

Schmidt ist ständige Diskussionen leid

Ein anderer Schweizer Protagonist an diesem Sonntagnachmittag in Mönchengladbach: Mainz-Coach Martin Schmidt. Als der Schiedsrichter den Ausgleich aberkannte, verwarf der Walliser an der Seitenlinie die Hände. Im TV-Interview beklagte sich Schmid dann aber nicht über die Szene im Allgemeinen, sondern über die ständigen Diskussionen um Schiedsrichter-Entscheide.

«Es ist wieder so, dass wir nach dem Spiel nicht übers Spiel reden, nicht über die Leistung – sondern über den Entscheid, über seltsame Entscheidungen. Wenn der Torwart vom Gegner nicht weiss, warum abgepfiffen wurde…» so Schmid gegenüber Sport1. Er werde das Spiel aufarbeiten wie jedes andere auch, «ohne die Entscheide, die gefallen sind.»

«Es bringt nichts, wenn ich über ein gutes Spiel von uns rede. Wir müssen die ganze Woche über Schiedsrichter-Entscheidungen reden. Wir reden nicht über Fussball und Torchancen, sondern auf fast allen Plätzen über strittige Szenen. Das ist schade für den Fussball. Bei Schalke geht es direkt weiter», sagte Schmidt bei Sky.

Beim Schalker Spiel gegen Leverkusen war der Brasilianer Naldo nach nur vier Minuten wegen einer vermeintlichen Notbremse vom Platz gestellt worden.

Leverkusen siegt dank spätem Tor

Leverkusen setzte sich bei Schalke 1:0 durch. Den goldenen Treffer erzielte Stefan Kiessling in der 89. Minute. Für die Gelsenkirchener war es die erste Heimniederlage in der Bundesliga nach vier Siegen.

Das ohne den verletzten Admir Mehmedi angetretene Leverkusen rückte durch den Erfolg auf Platz 8 vor, Schalke ist nun Zehnter. Das Heimteam musste ohne den Langzeitverletzten Breel Embolo auskommen. (als/sda)

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