Gräuel von Aleppo: Glättli will 10'000 Syrer in die Schweiz holen
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Gräuel von AleppoGlättli will 10'000 Syrer in die Schweiz holen

Die Schweiz soll deutlich mehr als bisher für Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien tun. Das fordern die Grünen.

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jdr
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Zeigt Herz: Asylministerin Simonetta Sommaruga will weitere 2000 Syrer aufnehmen. (Im Bild: Sommaruga bei einem Besuch des Bundesasylzentrums in Losone.)

Zeigt Herz: Asylministerin Simonetta Sommaruga will weitere 2000 Syrer aufnehmen. (Im Bild: Sommaruga bei einem Besuch des Bundesasylzentrums in Losone.)

Samuel Golay
Die Kontingentflüchtlinge kommen direkt aus den Flüchtlingscamps in den Nachbarländern Syriens, etwa aus Jordanien.

Die Kontingentflüchtlinge kommen direkt aus den Flüchtlingscamps in den Nachbarländern Syriens, etwa aus Jordanien.

epa/Jamal Nasrallah
Die Personen des Programms durchlaufen kein eigentliches Asylverfahren, sondern erhalten den Flüchtlingsstatus.

Die Personen des Programms durchlaufen kein eigentliches Asylverfahren, sondern erhalten den Flüchtlingsstatus.

epa/Jamal Nasrallah

Die Schweiz soll mindestens 10'000 Syrienflüchtlinge aufnehmen. Das haben die Grünen am letzten Tag der Session der eidgenössischen Räte gefordert.

Vor einer Woche hat die Landesregierung bereits die zusätzliche Aufnahme von 2000 besonders verletzlichen Syrienflüchtlingen bewilligt. Angesichts der Schrecken von Aleppo aber ein viel zu kleines Kontingent, findet Fraktionspräsident Balthasar Glättli.

«Wettbewerb der Menschlichkeit»

«Wir begrüssen diesen Schritt, aber das reicht nicht. Die Schweiz kann mehr tun», fordert Glättli im «Sonntagsblick». Statt einem «Wettbewerb der Flüchtlingsabwehr» wünscht sich der Zürcher Nationalrat einen «Wettbewerb der Menschlichkeit zwischen den Staaten», so der Zürcher Nationalrat. Auch die Schweizer Hilfe vor Ort in Syrien solle «massiv» ausgebaut werden.

Ungewohnt wenig Gegenwind kommt diesmal von Seiten der traditionellen politischen Widersacher. SVP-Nationalrat Andreas Glarner hat grundsätzlich «nichts dagegen einzuwenden, dass echt verfolgte Menschen vorübergehend in der Schweiz aufgenommen werden». Zuerst gelte es jedoch, die Abkommen von Schengen und Dublin kosequent umzusetzen und «jene auszuweisen, die eben kein Anrecht auf Asyl haben».

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