Basel: Glasscherben am Rhein gefährden Schwimmer

Publiziert

BaselGlasscherben am Rhein gefährden Schwimmer

Scherben führen regelmässig zu gravierenden Schnittverletzungen bei Rheinschwimmern. Eine Leser-Reporterin war entsetzt, als sie die Spuren des Wochenendes am Kleinbasler Rheinufer sah.

von
las
1 / 3
Hier möchten Sie wahrlich nicht reintreten. Eine Leserin entdeckte das Scherbenfeld am Rheinufer.

Hier möchten Sie wahrlich nicht reintreten. Eine Leserin entdeckte das Scherbenfeld am Rheinufer.

Leser-Reporter
Offenbar stieg dort am Wochenende eine feuchtfröhliche Party.

Offenbar stieg dort am Wochenende eine feuchtfröhliche Party.

Leser-Reporter
Klein-Basler Seite.. nähe Schleuse..Ich frage mich wie dumm und rücksichtslos manche Menschen doch sind! Hier gehen sehr viele Rhybädeler u.a. auch Kinder baden!

Klein-Basler Seite.. nähe Schleuse..Ich frage mich wie dumm und rücksichtslos manche Menschen doch sind! Hier gehen sehr viele Rhybädeler u.a. auch Kinder baden!

Leser-Reporter

«Ich frage mich wie, dumm und rücksichtslos manche Menschen doch sind», ärgert sich eine Leserin. Sie hat am vergangenen Wochenende ein Trümmerfeld zerbrochener Glasflaschen am Rheinbord entdeckt. Besonders ärgerlich: Laut der jungen Frau liegen die Scherben genau in einem Bereich, wo viele Leute Barfuss unterwegs sind.

«Dort baden auch Kinder im Rhein», sagt sie fassungslos. Die Rede ist vom Kleinbasler Uferabschnitt beim Stadion Rankhof. An dieser Stelle laden einige steinige Bänke zur Abkühlung im Bach – wäre da eben nicht das Scherbenfeld.

«Wie rücksichtslos manche Menschen sind»

Scherben führen regelmässig zu gravierenden Schnittverletzungen bei Rheinschwimmern. Eine Leser-Reporterin war entsetzt, als sie die Spuren des Wochenendes am Kleinbasler Rheinufer sah.

Scherben ohne Ende: Diese Aufnahmen machte eine Leser-Reporterin am Kleinbasler Uferabschnitt beim Stadion Rankhof. (Video: Leser-Reporter)

Nach dem Rheinschwimmen ins Spital

«Das mit den Scherben ist seit Jahren ein Thema», sagt Christian Senn, OK-Präsident des Rheinschwimmens. «Manche Personen haben das Gefühl, man könne alles im Rhein entsorgen.» Machen könne man dagegen nicht viel.

«Schürfungen und Schnittwunden behandeln wir im Ziel», so Senn weiter. Einige der Schnitte seien aber so gravierend, dass sie im Spital genäht werden müssten. Das Universitätsspital Basel konnte auf Anfrage keine Angaben zu Fallzahlen machen. Ob jemand eine Schnittverletzung beim Rheinschwimmen erlitten oder diese sich anderswo zugezogen habe, werde nicht statistisch erhoben, so ein Sprecher.

Zudem verweist Senn auf den Leitfaden, den die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft zusammen mit der Basler Polizei erarbeitet hat. Darin wird ausdrücklich empfohlen, Schuhe zum Schutz der Füsse zu tragen.

Stadtreinigung stösst an ihre Grenzen

Auch die Stadtreinigung beschäftigt sich mit dem leidigen Thema: «Wir beseitigen Scherben am Rheinbord täglich zwischen sieben und neun Uhr morgens», sagt Leiter Dominik Egli. Mehr könne man nicht machen. Problematisch wird es allerdings, wenn Personen Flaschen ins Wasser werfen und diese dabei zu Bruch gehen. «Das ist letztlich nicht zu reinigen», so Egli.

Deine Meinung