Helikopter-Einsatz: Tandem-Gleitschirm unter schwierigen Umständen aus misslicher Lage befreit 

Aktualisiert

Helikopter-EinsatzTandem-Gleitschirm unter schwierigen Umständen aus misslicher Lage befreit 

Ein Tandem-Gleitschirm musste mittels einer schwierigen Bergung aus dem Seil einer Transportbahn gerettet werden. Vor Ort waren die Rega und Rettungsspezialisten Helikopter des SAC im Einsatz.    

von
Daniela Gigor

Darum gehts

Ein News-Scout hat gegen 10.30 Uhr gesehen, dass ein Helikopter der Rega in Wolfenschiessen unterwegs ist. «Sofort dachte ich, dass da was los ist und ich sah, dass ein Gleitschirmflieger in einem Seil für die Transportbahn hängen blieb», sagt der News-Scout. Dies sei ganz in der Nähe des Fallenbachs passiert. 

Am Nachmittag teilte die Kantonspolizei Nidwalden mit, dass es sich um einen Tandem-Gleitschirm handelte, der verunfallt war. Der 39-jährige Gleitschirmpilot ist mit einer 19-jährigen Passagierin vom Gleitschirmstartplatz Büelen in Wolfenschiessen zu einem Flug gestartet und er beabsichtigte, in Wolfenschiessen, Gebiet Fallenbach zu landen. «Kurz vor zehn Uhr kollidierte der Gleitschirm im Landeanflug mit einem Transportseil, welches von der Diegisbalm zur Nechimatt gespannt ist, und blieb rund 200 Meter über dem Boden am Transportseil hängen», schreibt die Polizei weiter.   

Verunfallte rund vier Stunden später am Boden abgesetzt

1 / 4
Die beiden Personen mit dem Gleitschirm hängen rechts im Bild in einem Seil. Die Rega ist oben links im Bild über der Wiese zu sehen. 

Die beiden Personen mit dem Gleitschirm hängen rechts im Bild in einem Seil. Die Rega ist oben links im Bild über der Wiese zu sehen. 

News-Scout 
Die Bergung dauert an. 

Die Bergung dauert an. 

News-Scout 
Die beiden Personen sind laut News-Scout in einem Seil für die Transportbahn hängen geblieben. 

Die beiden Personen sind laut News-Scout in einem Seil für die Transportbahn hängen geblieben. 

News-Scout 

Die anschliessende Bergung gestaltete sich schwierig. So sagte ein News-Scout am Montagmorgen: «Die Rotoren des Helikopters würden zu viel Wind verursachen, sodass die Gefahr besteht, dass der Gleitschirmflieger dadurch in die Tiefe stürzen könnte.» Dass der Abwind der Rotoren des Helikopters die Verunfallten in weitere Gefahr hätte bringen können, bestätigt auch Karin Zahner, Mediensprecherin der Rega, auf Anfrage: «In diesem Fall wurden drei Rettungsspezialisten Helikopter des Schweizerischen Alpenclubs (SAC) von der Rega aufgeboten. Die Bergretter des SAC kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Rega-Crews im Gelände Unterstützung brauchen.» 

«Die Spezialisten des SAC arbeiteten sich dem Kabel entlang zum Piloten und der Passagierin vor. Nach einer aufwändigen Aktion konnten die beiden Personen gesichert und schlussendlich am Boden abgesetzt werden.» Danach wurden sie mit leichten Verletzungen durch die Rega zur Kontrolle in ein Spital geflogen. Der Rettungseinsatz dauerte ungefähr vier Stunden. Der genaue Unfallhergang wird nun durch die Kantonspolizei Nidwalden abgeklärt.  

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung