Rettungsaktion: Gleitschirmpilotin aus Tanne gerettet
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RettungsaktionGleitschirmpilotin aus Tanne gerettet

Grosses Glück für eine Gleitschirmfliegerin: Ihr Flug endete in einer Tanne oberhalb von Mürren BE. Aus ihrer misslichen Lage wurde sie mittels Helikoptereinsatz befreit.

von
jam

In der Nähe der Zwischenstation der Schilthornbahn in Mürren musste am Donnerstagmittag eine Gleitschirmpilotin aus einer misslichen Lage befreit werden. Die Frau ist mit dem Schrecken davongekommen: Sie ist unverletzt geblieben.

Der Schirm der Frau spannte sich über zwei Tannen, sie selber hing rund 20 Meter über Boden zwischen den beiden Bäumen. Eine Bergung mittels eines Kletterers sei gemäss Auskunft der Air Glaciers Lauterbrunnen nicht in Frage gekommen, weil dabei die Gefahr bestand, dass sich der Schirm lösen und die Frau abstürzen könnte. Deshalb hat man sich für eine Bergung via Longline-Aktion mit einem Helikopter entschieden.

120 Meter langes Rettungsseil

Die Bergung von in Schwierigkeiten geratenen Gleitschirmpiloten stellt besondere Ansprüche an die Rettungscrew. Weil der Helikopter aufgrund des Downwashes, also des Abwindes seiner Rotoren nicht zu nah an die zu rettende Person herankommen darf, muss die Rettung mit einer sogenannten Longline-Aktion durchgeführt werden, also einem langen Seil. Dabei werden zwei Retter an einem rund 120 Meter langen Seil heruntergelassen.

Ein Leser-Reporter konnte die Bergung der Frau aus nächster Nähe beobachten. «Die Frau hat grosses Glück gehabt, dass sie nicht in den Drähten der Schilthornbahn wenige Meter daneben gelandet ist, sondern sich die Tanne als Landeplatz ausgesucht hat.»

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