Klimawandel: Globales Informationssystem geschaffen

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KlimawandelGlobales Informationssystem geschaffen

An der dritten Weltklimakonferenz in Genf haben die 150 Delegationen die Schaffung eines weltumspannenden Informationssystems zu Klimadaten beschlossen. Bundesrat Moritz Leuenberger zeigt sich zufrieden.

Damit könnten die Auswirkungen der Klimaerwärmung besser bewältigt werden, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger, Co-Vorsitzender des Treffens.

Mit dem globalen Netzwerk für Klimainformationen und -dienstleistungen sollen nicht nur Vorhersagen über den Klimawandel präziser werden. Auch aktuelle Warnungen vor Tsunamis oder Wirbelstürmen sowie Prognosen über Dürreperioden oder Überflutungen sollen blitzschnell die betroffenen Menschen in allen Winkeln der Erde erreichen. «Das Netzwerk gibt uns ein Instrument in die Hand für eine bessere Anpassung an den Klimawandel», wird Umweltminister Leuenberger in einer Mitteilung seines Departements zitiert. Es schlage eine Brücke zwischen Wissenschaft, Experten sowie Nutzerinnen und Nutzern in den verschiedensten Wirtschafts- und Gesellschaftssektoren rund um die Welt.

Federführend für den Aufbau des Informationssystems ist die Meteorologische Organisation der Vereinten Nationen (WMO). Die WMO will in den kommenden vier Monaten eine Task Force bilden, die sich um den Aufbau des Rahmenwerkes kümmern wird.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte in Genf, die Zeit für die Verhandlungen über eine Reduktion der Treibhausgasemissionen verrinne. Ohne schnelle Fortschritte drohe die Kopenhagener Weltklimakonferenz im Dezember zu scheitern. «Unser Fuss klemmt auf dem Gaspedal fest, und wir steuern auf den Abgrund zu», sagte Ban auf der Konferenz. (dapd)

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