Aktualisiert 12.02.2020 10:28

SVP-Vorschlag

Globi soll Werbung für Schweizer Armee machen

SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger fordert, dass das 1941 erschienene Kinderbuch «Globi wird Soldat» eine Neuauflage erhält. Der Verlag will die Anfrage prüfen.

von
dk
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Kurz nach der Mobilmachung 1939 wurde das Kinderbuch «Globi wird Soldat» veröffentlicht.

Kurz nach der Mobilmachung 1939 wurde das Kinderbuch «Globi wird Soldat» veröffentlicht.

Globi-Verlag
«Schart euch, Schweizer, um die Fahnen / Stolz und tapfer wie die Ahnen! / Eilt zum Heer von Berg und Tal, / Denn es ruft der General!», lautete die erste Strophe.

«Schart euch, Schweizer, um die Fahnen / Stolz und tapfer wie die Ahnen! / Eilt zum Heer von Berg und Tal, / Denn es ruft der General!», lautete die erste Strophe.

Globi-Verlag
Das «Schweizerisches Archiv für Volkskunde» präsentiert die Episode «Zwei-Millimeter-Schnitt», das ebenfalls aus dem Buch stammt.

Das «Schweizerisches Archiv für Volkskunde» präsentiert die Episode «Zwei-Millimeter-Schnitt», das ebenfalls aus dem Buch stammt.

SAVk

«Schart euch, Schweizer, um die Fahnen/ Stolz und tapfer, wie die Ahnen!/ Eilt zum Heer von Berg und Tal,/ Denn es ruft der General!» So lautete die erste Strophe des Kinderbuchs «Globi wird Soldat», das kurz nach der Mobilmachung von 1939 erschien. Das Buch, das von General Guisan höchstpersönlich genehmigt wurde, war in wenigen Wochen ausverkauft.

Die SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger fordert zusammen mit fünf Offizieren in einem offenen Brief an den Globi-Verlag eine inhaltliche und redaktionell neu gestaltete Version des Buches mit dem Namen «Globi in der Armee » oder «Globi wird Offizier», wie Nau.ch berichtet.

«Ohne Frage ist Globi eine Figur von nationaler Bedeutung und eine der prominentesten Kinderbuchfiguren der Schweiz», schreibt Sollberger im Brief. Um die Armee des 21. Jahrhunderts zu präsentieren, brauche es ein Update. «Vor allem, weil die heutige Armee genauso für die Vielfalt der Schweiz steht als auch für den Zusammenhalt und die Solidarität unseres Landes.»

Neben den klassischen Aufgaben im Militär und Beispielen des heutigen Offiziers- und Soldatenlebens könnten sich die Globi-Geschichten im Bereich Katastrophenschutz oder bei friedensfördernden Einsätze abspielen, so Sollberger.

«Kein Absender auf dem Brief»

Der Globi-Verlag in Zürich habe erst seit dem 25. Juni Kenntnis vom offenen Brief, sagt die Medienverantwortliche Stephanie Fabian zu 20 Minuten. «Nach einigen Umwegen erhielten wir gestern den auf den 21. Juni datierten offenen Brief.»

Es sei aber nicht das erste Mal, dass man mit Buchvorschlägen an den Verlag trete, so Fabian weiter: «Wir erhalten immer wieder Ideen und Anfragen für neue Projekte und Bücher. Das Anliegen von Frau Sollberger werden wir darum nun – wie alle anderen Anfragen – prüfen.»

Ein Problem gebe es allerdings, sagt Fabian. Der Brief sei einfach an den Globi-Verlag gerichtet und die für solche Anfragen zuständige Leitung sei gar nicht recherchiert worden. «Zudem ist weder auf dem Brief noch auf dem Umschlag der Absender angegeben. Also besteht für uns theoretisch gar keine Möglichkeit, eine allfällige formulierte Antwort an die korrekte Ansprechperson weiterzuleiten.»

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