Globus: Freispruch von René Benko in Korruptionsprozess

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WienGlobus-Miteigentümer René Benko in Korruptionsprozess freigesprochen

Der österreichische Investor stand unter Verdacht, einem Politiker Geld gespendet zu haben, damit sich dieser im Gegenzug für seine Immobilienprojekte einsetzt. Nun wurde Benko freigesprochen.

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Der österreichische Multimilliardär René Benko ist von einem Wiener Gericht freigesprochen worden.

Der österreichische Multimilliardär René Benko ist von einem Wiener Gericht freigesprochen worden.

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Das Gericht warf ihm sowie weiteren Angeklagten vor, einem ehemaligen Wiener Gemeinderat hohe Geldbeträge gespendet zu haben. Dieser soll sich im Gegenzug für Immobilienprojekte seiner Unterstützer eingesetzt haben.

Das Gericht warf ihm sowie weiteren Angeklagten vor, einem ehemaligen Wiener Gemeinderat hohe Geldbeträge gespendet zu haben. Dieser soll sich im Gegenzug für Immobilienprojekte seiner Unterstützer eingesetzt haben.

IMAGO/ZUMA Wire
Benko besitzt eine Vielzahl von Unternehmen und Immobilien. Nebst dem deutschen Möbelhaus Karstadt …

Benko besitzt eine Vielzahl von Unternehmen und Immobilien. Nebst dem deutschen Möbelhaus Karstadt …

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Darum gehts

  • René Benko wurde am Montag vom Vorwurf der politischen Korruption freigesprochen.

  • Grund dafür sind fehlende Beweise, wie das Wiener Gericht mitteilt.

  • Der Globus-Miteigentümer stand unter Verdacht, im Gegenzug für politische Unterstützung für Bauprojekte viel Geld an die Projekte einzelner Politiker gespendet zu haben.

Der österreichische Kaufhaus-Investor René Benko und neun weitere Angeklagte sind in Wien vom Vorwurf der politischen Korruption freigesprochen worden. Die Geschworenen kamen am Montag zum Schluss, dass ausreichende Beweise fehlten. Die Anklage hatte den Vorwurf erhoben, dass ein ehemaliger Wiener Gemeinderat von mehreren prominenten Immobilien-Unternehmern und Managern Spenden für ein Schulprojekt in Südafrika angenommen habe und sich im Gegenzug für deren Immobilienprojekte eingesetzt habe.

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Insgesamt hatten die Mitangeklagten das vom Gemeinderat Christoph Chorherr (Grüne) betriebene Hilfsprojekt mit etwa 1,6 Millionen Euro unterstützt. Unternehmen aus Benkos Signa Holding, zu der mittlerweile auch die Warenhausgruppe Galeria Karstadt Kaufhof gehört, hatten 100’000 Euro im Jahr 2011 gespendet. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft warf Chorherr Bestechlichkeit und Amtsmissbrauch vor, den neun Spendern Bestechung und Anstiftung zum Amtsmissbrauch.

Alle Angeklagten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen. Ihre Anwälte argumentierten, dass wohltätige Spenden Teil moderner Unternehmenskultur seien. Benko und einige andere Angeklagte sagten aus, dass sie Chorherr nicht persönlich kannten und nicht wussten, dass der Politiker in das Projekt in Südafrika involviert war. Einen Zusammenhang zwischen den Zahlungen und den Immobilienprojekten stritten sie ab.

«Die Anklage hatte keinerlei Substanz, die Vorwürfe waren von Beginn an falsch und haltlos», liess Benko über einen Sprecher mitteilen. Es sei ein «sehr faires Beweisverfahren» gewesen. «Damit ist das Thema für mich erledigt», sagte Benko, der Miteigentümer der Schweizer Detailhandelskette Globus ist. 

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(DPA/bho)

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