Aktualisiert 10.12.2011 09:57

Attacke gegen die FDP?

GLP-Chef Bäumle will Klartext von der SVP

Für den Präsidenten der Grünliberalen muss die SVP klar bekennen, ob sie gegen den FDP-Sitz im Bundesrat antreten will oder nicht. Er glaubt, dass Eveline Widmer-Schlumpf gute Chancen hat, wiedergewählt zu werden.

Für dem Präsidenten der Grünliberalen, Martin Bäumle, hat sich die Chance der SVP auf einen zweiten Sitz im Bundesrat verschlechtert.

Für dem Präsidenten der Grünliberalen, Martin Bäumle, hat sich die Chance der SVP auf einen zweiten Sitz im Bundesrat verschlechtert.

Für Grünliberalen-Präsident Martin Bäumle hat sich die Ausgangslage vor den Bundesratswahlen «zu Ungunsten» der SVP verändert. Die Wiederwahlchancen von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf seien weiter gestiegen - und auch FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann habe gute Karten.

An wen am Mittwoch die 14 Stimmen der Grünliberalen gehen, entscheidet die Fraktion am Dienstag, wie Bäumle am Samstag in der Sendung «HeuteMorgen» von Schweizer Radio DRS sagte. Die Chancen von Eveline Widmer Schlumpf stünden gut «und sie sind nicht geringer geworden».

Hingegen habe sich die Ausgangslage für die SVP verschlechtert. So erachtet es Bäumle als «problematisch», dass sich Nationalratspräsident Hansjörg Walter als Bundesratskandidat aufstellen liess. «Ich bin der Meinung, dass diese beiden Funktionen nicht vereinbar sind.»

Auch Johann Schneider-Ammann hat gute Karten

Bäumle sieht auch den Sitz von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann derzeit als wenig gefährdet. Dessen Karten seien «deutlich besser» geworden. Ob die Grünliberalen eine allfällige Kampfkandidatur der SVP gegen die FDP unterstützen würde, liess Bäumle aber offen.

Die SVP müsste zuerst einmal entscheiden, gegen die FDP anzutreten. «Je länger die SVP mit Klartext zuwartet, je schwieriger wird es, dann auch in einem solchen Wahlgang tatsächlich eine Unterstützung zu bekommen.»

Am Donnerstag hatte SVP-Kandidat Hansjörg Walter ein solches Szenario dezidiert ausgeschlossen. Am Freitag wiederum schloss er gegenüber Radio DRS eine Annahme der Wahl nicht gänzlich aus.

(sda)

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