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Tamedia-WahlstudieGLP hat die jüngsten, FDP die reichsten Wähler

Die Jüngsten, die Reichsten, die Gebildetsten – unsere Nachwahlbefragung zeigt, welche Bevölkerungsgruppen wie gewählt haben.

von
J. Büchi

Wie stellen Sie sich den typischen SP-Wähler vor? Sehen Sie einen Arbeiter mit bescheidenem Lohn vor sich oder doch eher einen Akademiker mit einem fetten Gehalt? Ist er eher jung oder alt? Die Tamedia-Nachwahlbefragung zeigt, wie sich die Basis der Parteien zusammensetzt.

Die jüngsten Wähler hat die GLP. Sowohl bei den 18- bis 24-Jährigen als auch bei den 25- bis 34-Jährigen hat die Partei den grössten Wähleranteil. Insgesamt ist mehr als ein Drittel der GLP-Wähler unter 35 Jahre alt. Am zweitmeisten Wähler dieser Gruppe hat die SP, gefolgt von den Grünen. Bei der FDP und der SVP kommt hingegen nur etwa jede fünfte Stimme von Personen unter 35.

Das höchste Einkommen hat die Klientel der FDP. Fast die Hälfte der freisinnigen Wähler verdient mehr als 9000 Franken im Monat. Auch die GLP und die CVP können auf überdurchschnittlich viele gut betuchte Wähler zählen (40 beziehungsweise 37 %). Weniger als 5000 Franken bringt nur etwa jeder fünfte freisinnige Wähler nach Hause. Am meisten Wähler aus dieser Einkommensschicht hat die SVP (33 %), gefolgt von der SP (31 %) – wobei bei der SP Studenten einen erheblichen Teil dieser Kategorie ausmachen.

Am gebildetsten sind die Wähler der Grünen: 37 Prozent von ihnen haben ein Hochschulstudium absolviert. Auch die Grünliberalen, die SP und die FDP haben viele Akademiker in ihren Reihen. Dagegen entpuppen sich SVP und BDP als Büezerparteien: In ihrer Basis beträgt der Anteil an Studierten 11 beziehungsweise 15 Prozent. 62 Prozent der SVP-Wähler haben als höchste Ausbildung eine Lehre absolviert oder gar keine Ausbildung gemacht.

Den grössten Frauenanteil haben die Grünen (62 %), gefolgt von SP (57 %) und Grünliberalen (51 %). Einen überdurchschnittlichen Anteil an männlichen Wählern weisen FDP und CVP auf (39 beziehungsweise 42 % Frauen). SVP und BDP werden von beiden Geschlechtern ungefähr gleich häufig gewählt. Bei der SVP ist dies eine gänzlich neue Entwicklung: Bislang wurde sie gemäss Studien vor allem von Männern gewählt.

Die Angaben zu allen Parteien finden Sie in den Grafiken in der Bildstrecke.

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