GLP-Mitglied Michael De Vita-Läubli wirbt mit abgelaufenen Gummibärchen

Aktualisiert

WahlkampfGLP-Mitglied macht mit abgelaufenen Gummibärchen Wahlwerbung

Bei einer Wahlkampfaktion verteilte ein GLP-Kandidat für den Zürcher Kantonsrat Gummibärchen, die vor einem halben Jahr abgelaufen sind. Er sagt, er habe keinen Food-Waste produzieren wollen.

von
Daniel Graf
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Mit einem Flyer und abgelaufenen Gummibärchen warb Michael De Vita-Läubli für seine Kantonsratskandidatur. 

Mit einem Flyer und abgelaufenen Gummibärchen warb Michael De Vita-Läubli für seine Kantonsratskandidatur. 

20min/News-Scout
Das stösst einer Leserin sauer auf. De Vita-Läubli sagt, erst habe man 25 Kilogramm Äpfel verteilt. Die Gummibärchen seien erst gegen Ende verteilt worden und nur ein kleiner Teil sei abgelaufen. 

Das stösst einer Leserin sauer auf. De Vita-Läubli sagt, erst habe man 25 Kilogramm Äpfel verteilt. Die Gummibärchen seien erst gegen Ende verteilt worden und nur ein kleiner Teil sei abgelaufen. 

https://michaeldevita.ch/

Darum gehts

  • Michael De Vita-Läubli, GLP-Kandidat für den Zürcher Kantonsrat, hat an einer Wahlkampfaktion Gummibärchen verteilt, deren Mindesthaltbarkeitsdatum am 1. Juni 2022 abgelaufen war. 

  • Eine Leserin findet das eine «mega Sauerei». 

  • De Vita-Läubli sieht das anders: Er habe lediglich keinen Food-Waste produzieren wollen. 

  • Nach der negativen Rückmeldung esse er die Gummibärchen jetzt halt selber. 

«Die Grünliberalen haben doch tatsächlich abgelaufene Gummibärchen am Bahnhof Schwerzenbach verteilt», ereiferte sich eine Leserin kürzlich gegenüber 20 Minuten. Dazu schickte sie ein Bild eines Wahlflyers von Michael De Vita-Läubli, der am 12. Februar die Wahl in den Kantonsrat schaffen möchte. «Das ist doch eine Sauerei», findet die Leserin.

De Vita-Läubli bestätigt, dass die GLP am Mittwoch eine Wahlkampfaktion am Bahnhof Schwerzenbach durchgeführt hat. «Dabei haben wir über 25 Kilogramm Gutenswiler Äpfel verteilt. Gegen Ende der Veranstaltung haben wir weitere Give-aways wie Schöggeli und Gummibärchen verteilt, von Letzteren auch einen kleinen Restbestand aus den Lokalwahlen im Frühjahr 2022.»

«Esse die Restbestände an Gummibärchen jetzt selber»

Es sei daher korrekt, dass ein kleiner Teil der verteilten Gummibärchen das Mindesthaltbarkeitsdatum um rund ein halbes Jahr überschritten habe. «Da die veganen Gummibärchen aus einer Zuckermischung und einem pflanzlichen Geliermittel bestehen, werden diese jedoch keineswegs gesundheitsgefährdend, sondern einfach härter», sagt De Vita-Läubli. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum sei lediglich ein Richtwert, die meisten Produkte seien länger haltbar.

Isst du Lebensmittel, auch wenn das Haltbarkeitsdatum überschritten wurde? 

«Wir nehmen unsere ökologische Verantwortung wahr, indem wir keinen Food-Waste produzieren», sagt De Vita-Läubli weiter. Aufgrund der negativen Rückmeldung werde er die übrig gebliebenen Gummibärchen, die das Haltbarkeitsdatum überschritten hätten, nicht weiter verteilen, sondern selber essen. «Das habe ich als Qualitätskontrolle bereits getan und kann sagen: Die Gummibärchen waren allesamt schön weich, geschmackvoll und durchaus geniessbar.» Bei der Leserin, die sich auch direkt bei De Vita-Läubli gemeldet hatte, habe er sich entschuldigt.

Das bestätigt die Leserin gegenüber 20 Minuten. Mit De Vita-Läublis Aussagen ist sie aber nicht recht zufrieden: «Wenn es wirklich darum ginge, Food-Waste zu verhindern, hätte man die Gummibärchen auch einer Organisation abgeben können, die abgelaufene Lebensmittel an Menschen verteilt, die finanziell Mühe haben. Sie aber undeklariert als Wahlwerbung zu verteilen, finde ich trotz Entschuldigung mehr als fragwürdig.»  

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