Super League: Glück, Frust und eine gemeinsame Fondueparty
Aktualisiert

Super LeagueGlück, Frust und eine gemeinsame Fondueparty

Nach dem Last-Minute-Sieg durch das Tor von Guillaume Hoarau in der 93. Minute von YB in Thun jubeln die Stadtberner. Die Berner Oberländer ärgern sich.

von
Peter Berger

YB-Trainer Uli Forte wollte nichts beschönigen. «Wenn das Tor so spät fällt, ist der Sieg auch glücklich. Aber wir haben diesen auch verdient.» Dem widersprach Thuns Trainer Urs Fischer: «Diese Partie hätte keinen Sieger verdient, ein Unentschieden wäre das gerechte Resultat gewesen. Aber uns fehlte dazu die eine oder andere Sekunde.» Dass sein Team nun in der Super League seit 502 Minuten ohne Torerfolg dasteht, beunruhigt Fischer nicht: «Wenn wir uns keine Chancen erarbeiten könnten, würde mich das beunruhigen. Aber wir haben Möglichkeiten, bloss fehlt uns derzeit etwas das Glück, das uns in der ersten Phase der Meisterschaft beigestanden hatte. Aber klar, ein Tor würde uns sicher guttun.»

Wie bei den Trainern war auch bei den Spielern die Gemütslage unterschiedlich. «Wir hatten sicher das Glück auf unserer Seite. Aber wir haben uns dieses auch erarbeitet. Weil wir nie aufgegeben haben, wurden wir schliesslich belohnt», fand YB-Verteidiger Florent Hadergjonaj, der die entscheidende Flanke auf Torschütze Hoarau geschlagen hatte. Das sah Enrico Schirinzi überhaupt nicht so. «Wir hätten den Sieg genauso verdient wie YB», hielt der FCT-Verteidiger, der seinen auslaufenden Vertrag in Thun wohl bald verlängern dürfte, fest.

Unterschiedliche Gemütslage bei YB-Verteidiger Florent Hadergjonaj und Thuns Abwehrspieler Enrico Schirinzi (Video: 20 Minuten)

Gemeinsames Fondue

Abschliessend erklärte Uli Forte, dass er die im Vorfeld des Derbys getroffene Abmachung einhalten werde und die Thuner Führung um Sportchef Andres Gerber zum gemeinsamen Fondueplausch nach Bern einladen werde. Die Gemütslage dürfte spätestens dann bei den beiden Parteien ausgeglichener sein.

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