Scherbern auf Strasse – «Glück hat, wer ohne Platten das Ziel erreicht»
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Scherbern auf Strasse«Glück hat, wer ohne Platten das Ziel erreicht»

Anwohner beklagen sich immer wieder über Abfall bei den drei Weihern in St. Gallen. Nach dem Daydance in den Dreilinden sorgt das Thema wieder für Gesprächsstoff.

von
Shila Ochsner
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Eine undatierte Aufnahme vom Badehaus beim Mannenweiher. Ein Anwohner beschwert sich über die Hinterlassenschaften.

Eine undatierte Aufnahme vom Badehaus beim Mannenweiher. Ein Anwohner beschwert sich über die Hinterlassenschaften.

Stadtmelder
Der Stadtpolizei ist die Littering-Problematik bekannt und macht regelmässige Patrouillen, um die Leute darauf hinzuweisen. 

Der Stadtpolizei ist die Littering-Problematik bekannt und macht regelmässige Patrouillen, um die Leute darauf hinzuweisen.

20min / Katja Fässler
Während der Badesaison ist das Badmeisterpersonal des Gemeinschaftsbades Dreilinden für die Aufräumarbeiten zuständig. Sie versuchen die Badegäste für Ordnung zu sensibilisieren.

Während der Badesaison ist das Badmeisterpersonal des Gemeinschaftsbades Dreilinden für die Aufräumarbeiten zuständig. Sie versuchen die Badegäste für Ordnung zu sensibilisieren.

20min / Katja Fässler

Darum gehts:

  • Littering in den drei Weihern ist ein altbekanntes Problem. Nach dem Daydance vom letzten Wochenende beschweren sich Anwohner im Stadtmelder.

  • Die Veranstalter distanzieren sich von Vorwürfen – das Abfallkonzept habe gut funktioniert.

  • Es gibt verschiedene Massnahmen der Stadt, Polizei und dem Badebetrieb, der Littering-Problematik entgegenzuwirken.

Das Wetter am vergangenen Wochenende lud ein, die Zeit draussen zu verbringen – zum Beispiel am Daydance bei den Drei Weihern in St. Gallen. Aber offenbar wussten sich nicht alle zu benehmen, denn ein Anwohner beschwerte sich bei der Stadt St. Gallen über den Zustand danach: «Es hat Abfall und Scherben vom Mannenweiher bis zur Dreilindenstrasse», schreibt er im Stadtmelder. Sein Lösungsvorschlag wäre die direkte Wegweisung des «Partyvolks».

Auch andere St. Galler und St. Gallerinnen stören sich daran: «Auch wir Frühschwimmerinnen wären froh, wenn man am Morgen einem Naherholungsgebiet entsprechende Zustände antreffen würde», schreibt eine Anwohnerin. «Glück hat, wer ohne Platten die Weihern erreicht, weil auf den Zufahrtsstrassen immer wieder Scherben herumliegen», beschwert sich ein Velofahrer.

Es wurde «gefetzelt»

«Die Stadtpolizei macht regelmässig Patrouillen an den Hotspots, wo sich viele Leute treffen», sagt Roman Kohler, Leiter Kommunikation der Stadtpolizei. Dazu gehören bei schönem Wetter auch die Drei Weihern. «Littering ist strafbar, aber nicht ganz einfach nachzuweisen, deshalb machen wir gerne darauf aufmerksam und weisen darauf hin», so Kohler. Bei einer Veranstaltung wie einem Daydance sei jedoch die Organisation selber für die Abfallbeseitigung zuständig.

Die Verantwortlichen vom Daydance distanzieren sich vom Vorwurf, für mehr Littering in den Weihern verantwortlich zu sein. Circa 800 Leute waren am Samstag in den Dreilinden zum Feiern. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, erstellte der Veranstalter mit dem Pächter der Location ein Abfallkonzept. Dieses beinhaltete Abfalleimer auf dem Weg zur Veranstaltung. Die Wege zum Daydance seien im Nachhinein auch noch «gefetzelt» worden.

Mehraufwand für das Badmeisterpersonal

Das Foto, das im Stadtmelder geteilt wurde, zeigt eine Momentaufnahme im Badehaus beim Mannenweiher. An welchem Tag es geschossen wurde ist unklar. Während der Badesaison ist das Badmeisterpersonal des Gemeinschaftsbades Dreilinden für die Aufräumarbeiten zuständig. Sie versuchen ihre Gäste dafür zu sensibilisieren: «Mit regelmässigen Kampagnen und Themenabenden am Mannenweiher versuchen wir, dem Littering entgegenzuwirken. Zum Teil mit Erfolg», sagt Roland Hofer, Abteilungsleitung Anlagenbetrieb.

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