Glück im Spiel, Pech in der Liebe – Martina Hingis turbulentes Privatleben

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Gericht, Streit und DramaGlück im Spiel, Pech in der Liebe – Martina Hingis’ turbulentes Eheleben

Die Tennislegende und ihr Ehemann Harry Leemann haben sich getrennt. Offenbar nicht im Guten, denn Anwälte und das Gericht sind involviert. Es wäre nicht Martinas erster Rosenkrieg.

von
Toni Rajic
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Martina Hingis und Harry Leemann gaben sich 2018 pompös im Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz SG das Jawort.

Martina Hingis und Harry Leemann gaben sich 2018 pompös im Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz SG das Jawort.

Privat
Am 26. Februar 2019 krönte Tochter Lia die Liebe des Paares.

Am 26. Februar 2019 krönte Tochter Lia die Liebe des Paares.

Instagram/martinahingis80
Doch das Familienglück soll nicht ewig halten.

Doch das Familienglück soll nicht ewig halten.

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Darum gehts

  • Martina Hingis und Harry Leemann (42) haben 2018 geheiratet. Nach vier Jahren haben sie sich nun getrennt.

  • Die Tennislegende ist mit der gemeinsamen Tochter bereits aus dem Familienheim ausgezogen. Doch die Noch-Eheleute wollen sich für ihr Kind zusammenreissen.

  • Dennoch scheint nicht alles unproblematisch über die Bühne zu gehen. Anwälte und das Gericht seien bereits involviert.

  • Es wäre nicht der erste öffentliche Rosenkrieg der 41-Jährigen.

Ihr Leben scheint perfekt. So, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Martina Hingis kann ihre grosse Passion, das Tennisspielen, hauptberuflich ausüben – mit bemerkenswertem Erfolg: fünf Grand-Slam-Titel im Einzel, 13 Grand-Slam-Titel im Doppel, 209 Wochen an der Spitze der Einzel-Weltrangliste von 1997 bis 2001, Olympiamedaillen und zahlreiche weitere Auszeichnungen und Ehrungen. 2017 dann der definitive Rücktritt aus dem Spitzensport.

Der Zeitpunkt für ihren Rücktritt kommt aber nicht von ungefähr. Ein wesentlicher Grund ist ihre neue Liebe Harry Leemann. «Ich glaube, wenn daheim nichts und niemand auf dich wartet, versuchst du, deine Karriere zu verlängern. Aber das Leben neben dem Tennis erfüllt mich jetzt», offenbart sie im «SI»-Interview. Im Juli 2018 ist es schliesslich so weit: Die 41-Jährige tritt vor den Traualtar und heiratet den Zuger Sportarzt, den sie zwei Jahre zuvor bei der Arbeit kennen gelernt hat. Der 42-Jährige war Teamarzt, als Martina für die Schweiz im Fed Cup spielte. Die beiden feiern eine pompöse Hochzeit mit zahlreichen prominenten Gästen im Grand Hotel Quellenhof in Bad Ragaz SG. 

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Das vermeintliche Familienglück

Ihr gemeinsames Glück scheint perfekt. Die Ex-Tennisspielerin lässt nämlich an ihrem 38. Geburtstag die Bombe platzen – und macht sich das wohl schönste Geschenk gleich selbst! Auf Instagram verkündet sie ihre langersehnte Schwangerschaft und verrät, in Erwartung eines Mädchens zu sein. Am 26. Februar 2019 erblickt die kleine Lia das Licht der Welt. Doch die Freude währt nur kurz.

Die (unfreiwillige) Trennung

Wie die «Schweizer Illustrierte» berichtet, ist ihr Familienglück nun gescheitert. «Wir können unsere Ehe nicht mehr retten», sagt Hingis und erklärt weiter: «Wir haben uns auseinandergelebt.» Die beiden hätten unterschiedliche Ziele im Leben. Des Weiteren hätten die «harte Corona-Zeit» und ein Sturz von Harry ihre Beziehung belastet.

Was nun folgt, scheint alles andere als schön zu sein. Dem Bericht zufolge ist die Trennung nicht einvernehmlich vonstattengegangen. Auch hätten beide Parteien Anwälte eingeschaltet. Doch das einstige Tennisass relativiert: «Harry ist und bleibt der Vater meiner Tochter.» Richter seien für die Einzelheiten rund um die Betreuung ihrer gemeinsamen Tochter zuständig. Dazu sagt Hingis: «Wir können die Verantwortung für Lia teilen und alles dafür tun, dass es ihr gut geht, und die beste Lösung für die Kleine suchen.» Nach den gesetzlichen zwei Trennungsjahren soll anschliessend die Scheidung folgen. Die Noch-Eheleute wollten sich gegenüber 20 Minuten nicht zur Trennung und den Umständen äussern.

Der einstige Rosenkrieg

Es ist nicht der erste Herzschmerz, den Hingis ertragen muss. Schon ihre erste Scheidung 2013 setzte ihr ordentlich zu. «Den ziehe ich nicht mehr ab», sagt die Spitzensportlerin gegenüber dem Unterhaltungsmagazin über den Diamantring, den ihr der französische Springreiter Thibault Hutin im Dezember 2010 im Stadthaus von Neuilly-sur-Seine an den Ringfinger gesteckt hatte. Zuvor hielt das Paar seine Liaison lange von der Öffentlichkeit fern.

Weniger zurückhaltend sind die beiden schliesslich beim Liebes-Aus: Im Juli des Trennungsjahres beschuldigt er sie zunächst als notorische Fremdgängerin. Anschliessend behauptet er gegenüber «Blick», Martina Hingis habe ihn geschlagen und bestohlen. «Im Zuge eines Disputs stürzten sich Martina und ihre Mutter Melanie Molitor auf mich, verprügelten und kratzten mich», berichtet Thibault. Später hätten sein Pass und seine Kreditkarte gefehlt, worauf er auf direktem Weg zur Polizei in Pfäffikon gegangen sei. 

«Ich kann bestätigen, dass wir Montagabend um 19.15 Uhr an einen Familienstreit nach Feusisberg ausgerückt sind. Es gab eine tätliche Auseinandersetzung, die wir vor Ort klären konnten», sagt David Mynall, Pressesprecher der Polizei Schwyz damals zum Vorfall und ergänzt: «Es ist richtig, dass Herr Thibault gerufen hat.» Wie die Schlammschlacht vor Gericht ausgegangen ist, ist nicht bekannt. Für Martina Hingis gilt die Unschuldsvermutung.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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