Mail aus Südafrika: Glück in Chalet Nummer 97
Aktualisiert

Mail aus SüdafrikaGlück in Chalet Nummer 97

Viel wurde im Vorfeld ­dieser WM über die ­Sicherheitslage in Südafrika diskutiert und geschrieben. Augenfällig ist, wie die Einheimischen sich und ihr Eigentum schützen.

Eine Fahrt durch Johannesburg oder Durban zeigt zita­dellenartige Wohnquartiere: Mannshohe Mauern, Stacheldraht und überall die Schilder verschiedenster Wach- und Schliessgesellschaften mit der unmissverständlichen Warnung «armed response» (wörtlich übersetzt: «bewaffnete Antwort»).

Auch rund um das Emerald Resort hier in Vanderbijlpark erstreckt sich eine robuste, ­eiserne Palisade, die bösen Buben das Eindringen verwehren soll. Dazu gibt es bewachte Einfahrten.

Genützt hat es wenig: Als der Schweizer Medientross in Durban weilte, wurde in mehrere der Chalets, in denen wir Journalisten wohnen, eingebrochen. Systematisch von unten nach oben. Prominentester Leidtragender war TV-Mann Matthias Hüppi, der das Fehlen verschiedener warmer Kleidungsstücke beklagt.

Hüppi wohnt ganz unten im Chalet-Teil des Resorts, wo die Hausnummern einstellig sind. Ich hatte Glück: Vielleicht wurden die Einbrecher gestört, vielleicht hatten sie genug Beute gemacht. In mein Chalet Nummer 97 ganz oben auf dem Hügel wurde nicht eingebrochen. Oder sollte ich schreiben «noch nicht»?

Am Samstag begleiten wir die Nati ans Chile-Spiel nach Port Elizabeth. Ich werde viel Gepäck dabeihaben. (20 Minuten)

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