La Palma - Glühende Lava verschlingt «Wunderhaus» jetzt doch 
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La PalmaGlühende Lava verschlingt «Wunderhaus» jetzt doch

Tagelang floss der Lavastrom um das kleine Haus herum und verschonte das Domizil eines dänischen Rentnerpaars. Nun ist es verschwunden, verbrannt und unter Lava begraben.

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Die Bewohner von La Palma nannten es das «Miracle House». Es blieb komplett verschont. Bis es gestern doch dem Lavastrom zum Opfer fiel.

Die Bewohner von La Palma nannten es das «Miracle House». Es blieb komplett verschont. Bis es gestern doch dem Lavastrom zum Opfer fiel.

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Andere Häuser wurden schon vorher von den Lavamassen zerstört. 

Andere Häuser wurden schon vorher von den Lavamassen zerstört.

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Beim Ausbruch gab es heftige Explosionen.

Beim Ausbruch gab es heftige Explosionen.

AFP

Darum gehts

  • Vor mehr als einer Woche brach auf der Kanareninsel La Palma ein Vulkan aus.

  • Wie eine uneinnehmbare Festung trotzte das «Wunderhaus» von El Paraíso dem Lavastrom.

  • Jetzt ist es verschwunden. Wie 600 weitere Gebäude wurde es von der 1000 Grad heissen Lava verschluckt.

Das sogenannte Wunderhaus auf der Vulkaninsel La Palma ist nun doch ein Raub der Lava geworden. Das kleine Häuschen war berühmt geworden, weil es inmitten einer glühend heissen Lavawüste zunächst unbeschadet geblieben war, während Hunderte andere Bauten rundherum zerstört wurden.

Wie auf Bildern und Videos zu sehen war, floss der Lavastrom tagelang um das kleine Gebäude in der Ortschaft El Paraíso (Das Paradies) herum. Dann aber war es plötzlich verschwunden, verbrannt und unter Lava begraben wie etwa 600 weitere Gebäude auf der spanischen Kanareninsel.

«Wir haben alles verloren»

Das im kanarischen Stil erbaute Einfamilienhaus gehörte Rainer Cocq und seiner Frau Inge Bergedorf, einem Rentnerpaar aus Dänemark, wie die spanische Zeitung «El Mundo» berichtete. Die beiden hätten die Insel seit Ausbruch der Corona-Pandemie nicht mehr besucht. «Alles ist zerstört. Wir haben alles auf unserer geliebten Insel verloren. Es ist sehr traurig. Inge und ich sind sehr erschüttert», zitierte die Zeitung Cocq am Dienstag.

In der Nacht auf Mittwoch erreichte die Lava das Meer.

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Der Vulkan im Naturpark Cumbre Vieja spuckt seit dem 19. September Asche, Gesteinsbrocken und um die 1000 Grad heisse Lava aus. Auch Bananenplantagen, Strassen und Stromleitungen wurden zerstört. Verletzte gab es bislang nicht. Seit dem frühen Mittwochmorgen ergiesst sich die Lava auch ins Meer.

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(DPA/roa)

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