Aktualisiert 20.07.2005 16:41

GM Europa schreibt wieder schwarze Zahlen

Der US-Autobauer General Motors hat im zweiten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone nicht geschafft, schreibt in Europa aber wieder schwarze Zahlen.

Wie Konzernchef Rick Wagoner am Mittwoch in Detroit berichtete, belief sich das Minus auf 318 Millionen Dollar (266 Millionen Euro) oder 56 Cent je Aktie. Analysten an der Wall Street hatten für das zweite Vierteljahr einen kleinen Gewinn von drei Cent je Aktie erwartet. Der Umsatz ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 49,3 auf 48,5 Milliarden Dollar zurück.

Während das Europageschäft von GM, zu dem unter anderem die deutsche Tochter Opel gehört, mit einem Plus von 37 Millionen Dollar (30,9 Millionen Euro) erstmals seit fünf Jahren wieder in die Gewinnzone zurückkehrte, blieb das Nordamerikageschäft das grosse Sorgenkind des Konzerns. Nach Angaben des weltgrössten Autokonzerns beliefen sich seine Verluste auf dem nordamerikanischen Markt auf 1,2 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür seien eine niedrigere Produktion, der schleppende Absatz von Lastwagen und Geländewagen sowie steigende Gesundheitsausgaben für die Mitarbeiter.

Weltweit fuhr die Autosparte des Konzerns nach eigenen Angaben Verluste von 948 Millionen Dollar ein. Den schweren Verlusten in Nordamerika stand ein profitables Geschäft in allen anderen Regionen der Welt gegenüber. Die Finanzsparte des Konzerns lieferte mit einem Nettogewinn von 816 Millionen Dollar einen deutlich positiven Beitrag zum Ergebnis.

Der Absatz entwickelte sich nach Wagoners Worten positiv. So sei der weltweite Marktanteil innerhalb eines Jahres von 14,7 auf 15,2 Prozent gestiegen. In Europa sei er mit 9,7 Prozent konstant geblieben. Vor allem die Verkaufszahlen des Opel Astra trügen erheblich zu den guten Ergebnissen in Europa bei. Obwohl noch einiges zu tun bleibe, seien die europäischen GM-Töchter auf einem guten Weg.

(dapd)

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