Aktualisiert 05.08.2008 10:26

Auto-GigantenGM und Ford wollen zusammenspannen

Den zwei grössten US-Autobauern geht es schlecht. Hohe Spritkosten und die abflauende Konjunktur haben ihnen das Geschäft vermiest. Nun erwägen die beiden wankenden Riesen eine Kooperation im Bereich Forschung und Entwicklung.

Wie die US-Zeitung «Detroit News» berichtet, haben die beiden Autobauer General Motors (GM) und Ford kürzlich bei einem Treffen ihrer Top-Manager die Chancen einer Zusammenarbeit ausgelotet. Dabei geht es in erster Linie um eine Kooperation im Bereich Forschung und Entwicklung, insbesondere bei der Antriebstechnik. Denkbar ist beispielsweise eine Nutzung eines von GM geplanten Elektromotors durch Ford, wie das Blatt mutmasst.

Die Kosten müssen sinken

Ziel der Partnerschaft ist es, Kosten einzusparen. General Motors hatte zuletzt einen Quartalsverlust von über 15 Milliarden Dollar ausgewiesen. Ford musste im Frühjahr einen Verlust von 8,7 Milliarden bekannt geben. Beide haben Schliessungen von Werken sowie Entlassungen angekündigt.

Spritfresser sind out

In den USA sind im Juli so wenig Autos verkauft worden wie seit 1992 nicht mehr. Zuvor wurden über einen Zeitraum von neun Monaten rückläufige Zahlen bekannt gemacht. Ford verkaufte letzten Monat 15 Prozent weniger Fahrzeuge als noch ein Jahr zuvor. Ford musste sogar Einbussen von 27 Prozent hinnehmen. In Zeiten hoher Benzinpreise – letzten Monat blieben die Preise vielerorts über der Schmerzgrenze von 3 Dollar je Gallone (3,785 Liter) – und unsicherer Konjunkturprognosen kaufen die Amerikaner lieber spritsparende Kompakt- und Hybridautos als jene Pick-ups und Geländewagen, mit denen GM und Ford lange Zeit hohe Gewinne einfahren konnten.

(scc/ahi)

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