Autoindustrie: GM wieder mit Milliardenverlust

Aktualisiert

AutoindustrieGM wieder mit Milliardenverlust

Der US-Autohersteller General Motors schreibt auch nach überstandener Insolvenz rote Zahlen. Im Schlussquartal fiel unter dem Strich ein Verlust von 4,3 Mrd. Dollar an.

Für GM ist die Krise noch nicht ausgestanden.

Für GM ist die Krise noch nicht ausgestanden.

Bereits in das Ergebnis eingerechnet sind Kosten in Höhe von 2,6 Mrd. Dollar für eine Einigung mit den Gewerkschaften über Pensionsansprüche sowie ein Verlust von 1,3 Mrd. Dollar durch Devisenschwankungen.

Die hauptsächlich aus Opel bestehende Tochter GM Europe verbuchte im vierten Quartal einen bereinigten Verlust von 814 Mio. Dollar. «Die Ergebnisse für 2009 zeigen, dass noch einige Arbeit zu tun ist», sagte GM-Finanzchef Chris Liddell am Mittwoch.

«Ich glaube allerdings weiterhin daran, dass wir eine Chance haben, 2010 Gewinn zu schreiben.» Liddell machte Hoffnung darauf, dass GM in absehbarer Zeit seinen Börsengang wagen kann. Noch steht der Staat hinter dem Konzern.

Schwieriger Vergleich

GM war im vergangenen Jahr in die Insolvenz gerutscht, aus der das Unternehmen nur dank staatlicher Hilfe am 10. Juli wieder herausfand.

Das Unternehmen schrumpfte bei seinem Neustart drastisch. Vergleiche mit den Vorjahreszahlen sind deshalb schwierig. In den Vorjahren hatte es teils zweistellige Milliardenverluste gegeben.

Eine verfehlte Modellpolitik und überbordende Kosten für Gesundheit und Pensionen hatten die einstige Ikone des US- amerikanischen Autobaus in den Ruin getrieben. Das neue Management strich Zehntausende Stellen, schloss ganze Werke und Marken und gewann die Kunden mit frischen Modellen zurück. Im Schlussquartal lag der Umsatz bei 32,3 Mrd. Dollar.

Mehr Verkäufe

Nach einem Absatzeinbruch von fast 30 Prozent im Gesamtjahr 2009 konnte GM in den ersten drei Monaten diesen Jahres wieder 17 Prozent mehr Autos verkaufen.

Auch einen guten Teil seiner 8,4 Mrd. Dollar Schulden beim US- amerikanischen und kanadischen Steuerzahler hat der Konzern inzwischen beglichen. Der Konzern gehört zu 60 Prozent den Vereinigten Staaten. Weitere Anteile halten Kanada, die Gewerkschaften sowie frühere Gläubiger.

(sda)

Deine Meinung