Weltweite Nutzerzahlen: Gmail entthront Hotmail

Aktualisiert

Weltweite NutzerzahlenGmail entthront Hotmail

Es gibt eine neue Nummer 1 bei den kostenlosen Webmail-Diensten: Die einstigen Könige Yahoo Mail und Microsofts Hotmail müssen sich Google Mail geschlagen geben - behauptet Google.

von
dsc
Gmail hat am meisten aktive Nutzer, gefolgt von Hotmail und Yahoo Mail. Oder ist alles ganz anders?

Gmail hat am meisten aktive Nutzer, gefolgt von Hotmail und Yahoo Mail. Oder ist alles ganz anders?

Es ist bald ein Jahr her, da versuchte Microsoft mit einem Satire-Video Stimmung zu machen gegen Google und dessen Gratis-Maildienst Gmail. In dem für interne Zwecke gedachten Filmchen wird Google Mail als böser Mann dargestellt, der Frauen und Kinder belästigt. Die Botschaft: Der Mailverkehr der Nutzer werde systematisch ausspioniert, um an wertvolle, sprich für die Werbung relevante Infos zu gelangen.

Genützt hat die Angstmacherei offenbar wenig. Die Internet-Nutzer laufen Googles Gmail in Scharen zu, wie die gestern publizierten Zahlen belegen. Im Google-Firmenblog heisst es, 425 Millionen Menschen benutzten den Gratis-Service jeden Monat aktiv. Damit würde sich Gmail klar an die Spitze der populärsten Webmail-Dienste setzen.

Das Wachstum von Gmail sei absolut erstaunlich, hält der Technologie-Blog «Venture Beat» fest. Im Januar dieses Jahres hatte Google noch die Zahl von 350 Millionen aktiven Nutzern pro Monat kommuniziert. Die Angaben basierten allerdings auch schon damals auf internen Daten, die nicht von unabhängiger Stelle überprüft werden können.

Widersprüchliche Angaben

Die renommierte Web-Analyse-Firma comScore kam zuletzt auf völlig andere Nutzerzahlen bei den Webmail-Diensten. Die aktuellste, im Mai 2012 veröffentlichte Statistik sieht Hotmail mit 325 Millionen aktiven Nutzern an der Spitze, gefolgt von Yahoo Mail mit 298 Millionen. Erst auf dem dritten Platz folgt Gmail mit 289 Millionen.

Wer die widersprüchlichen Angaben klären will, stösst laut «Venture Beat» auf ein Messproblem. Offenbar sind bei den comScore-Zahlen weder die Smartphones noch die Internet-Cafés berücksichtigt. Es würden tatsächlich «einige Nutzer» nicht von der Statistik erfasst, bestätigte der comScore-Chef.

Yahoo und Microsoft wollten ihrerseits keine genaueren internen Zahlen herausrücken und verwiesen wiederum auf die besagte comScore-Statistik. Und als «Venture Beat» den Gmail-Anbieter Google auf die frappierende Differenz von über 100 Millionen Nutzern ansprach, hiess es nur, man kommentiere keine Statistiken von Dritten.

Nichts verpassen

Das Ressort Digital ist auch auf Twitter vertreten. Folgen Sie uns und entdecken Sie neben unseren Tweets die interessantesten Tech-News anderer Websites.

Deine Meinung