SVP-Bundesratskandidat: Gobbi ist ein «politisches Allrad-Fahrzeug»

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SVP-BundesratskandidatGobbi ist ein «politisches Allrad-Fahrzeug»

Norman Gobbi gilt mit 38 Jahren bereits als Schwergewicht in der Tessiner Regierung. Der Lega-Politiker ist der einzige Vertreter der italienischen Schweiz auf dem Dreierticket.

SVP-Bundesratskandidat Norman Gobbi bezeichnet sich selbst als «politisches Urgestein». Als Vertreter der italienischen Schweiz könnte er innerhalb des Bundesrats auch eine Art «Scharnier-Funktion» zwischen den anderen beiden Sprachregionen übernehmen, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Ich bin kollegial.»

Seine politischen Sporen verdiente sich der in der Leventina aufgewachsene Gobbi schon früh ab: Mit 18 wurde er Mitglied der Lega, jener Bewegung, die seit ihrer Entstehung die politischen Kräfteverhältnisse im Südkanton fundamental verändert hat. Drei Jahre später gelang ihm der Einzug in den Grossen Rat. Mit nur 32 Jahren wurde er zu einem der jüngsten Präsidenten des Tessiner Kantonsparlaments aller Zeiten.

Für Sicherheitsthemen zuständig

Den Parlamentsbetrieb in Bern kennt Gobbi aus seiner kurzen Zeit als Nationalrat. Er war 2010 für Attilio Bignasca in den Nationalrat nachgerückt, den Bruder von Lega-Gründer Giuliano Bignasca. Doch bereits nach einem Jahr verliess Gobbi die grosse Kammer wieder.

Denn 2011 gelang es ihm mit der Lega, einen zweiten Sitz in der Tessiner Kantonsregierung zu erobern. Im Staatsrat ist er seither für Sicherheitsthemen zuständig. Mit Beginn des Jahres 2015 wurde Gobbi Präsident der Tessiner Regierung. (sda)

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