Aktualisiert 18.09.2014 16:38

Zweisimmen

Göläs Stimme für gebärende Mütter

«Äs git nüüt, wo'ni nid miech für Di», sang Gölä einst und kämpft nun für den Erhalt des Geburtsaals Zweisimmen, in dem seine dort heimische Frau die Kinder zur Welt brachte.

von
Mira Weingartner
Der Mundart-Rocker setzt sich für das Bestehen des Geburtsaals Zweisimmen ein.

Der Mundart-Rocker setzt sich für das Bestehen des Geburtsaals Zweisimmen ein.

Göläs kleine Lieblinge - die Töchter Leslie (5 Monate) und Nikki (1) - wurden beide im Spital im ländlichen Zweisimmen geboren. Nun sollen die Türen des dortigen Geburtsaales aber geschlossen werden und die künftigen Kinder des Mundart-Rockers müssten so das Licht der Welt im Regionalspital Thun erblicken. «Schlichtweg eine Frechheit», findet der singende Büezer - nicht nur für seine Frau Heidi, sondern auch für alle anderen betroffenen Frauen im Simmental.

Gölä und die Spitalkämpferinnen

Gemeinsam mit betroffenen Müttern und den besorgten Mitgliedern des Komitees kämpft er nun um den Erhalt des Gebärsaals: «Ich finde es wichtig, dass Frauen die Kinder in ihrer Heimat gebären können.» Auch die bis zu zwei Stunden andauernde Fahrt ins Regionalspital Thun sei für Hochschwangere unzumutbar. Und schliesslich fragt sich der bekannte Büezer: «Wofür bezahle ich denn sonst hier meine Steuern?»

Mit einem offenen Brief beginnt das Komitee am Donnerstagabend seinen Feldzug gegen den verantwortlichen Spitalverband STS AG. «Wir werden in den kommenden Wochen die Bevölkerung einen offen Brief unterschreiben lassen, um den direkt Betroffenen eine Stimme zu geben», sagt das Komitee-Mitglied Samuel Burri. «Das Argument der STS AG, die Geburtenabteilung sei nicht rentabel, sollte auf eine solche Institution keinen Einfluss haben», sagt Burri weiter.

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