Bern: «Göttis» statt Knatsch auf Plätzen

Aktualisiert

Bern«Göttis» statt Knatsch auf Plätzen

Vandalismus, Nachtruhestörungen und Littering: Um Konflikte im öffentlichen Raum zu entschärfen, startet das Pilotprojekt «Raumschliff»­ in drei Berner Gemeinden.

von
Nathalie Jufer
Der öffentliche Raum soll allen gehören.

Der öffentliche Raum soll allen gehören.

Der öffentliche Raum wird immer wieder zum Schauplatz von Gewalt, übermässigem Alkoholkonsum und Littering. «Neben dem Verantwortungsgefühl fehlt es oft auch an Toleranz der verschiedenen Nutzergruppen», meint Isabel Uehlinger von Bern Gesundheit.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde das Pilotprojekt «Raumschliff» ins Leben gerufen. Darin werden in Projektgruppen – bestehend aus Institutionen, Verwaltung und verschiedenen Nutzern – Probleme analysiert und nachhaltige Massnahmen gesucht. So wird allen Beteiligten eine Stimme gegeben. Denn: «Der öffentliche Raum gehört allen und soll von allen genutzt werden können», meint Ueli Studer, Direktor von Bildung und Soziales Köniz. Er gibt ein Beispiel für eine mögliche Massnahme im Bezug auf Littering: «Schulklassen könnten sich nach dem «Götti-Prinzip» um gewisse Plätze kümmern.»

Ein Blog soll Erkenntnisse liefern

Auch die Meinung der Öffentlichkeit ist gefragt: Für Rückmeldungen und Anregungen wurde ein Blog errichtet. Dieser soll Erkenntnisse und Ergebnisse des Projekts, das neben Köniz auch in Belp und Neuenegg stattfindet, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Schlägt der Pilotversuch in den drei ausgewählten Gemeinden an, wird das Projekt ausgeweitet.

Mehr Informationen unter:

www.raumschliff.ch

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