Gold auf Achterbahnfahrt

Aktualisiert

Gold auf Achterbahnfahrt

Gold hat am Donnerstag vor dem Hintergrund eines festeren Dollars und turbulenten Aktienmärkten zeitweise rund zwei Prozent eingebüsst.

Eine einsetzende Nachfrage aus der Industrie und der Schmuckbranche half laut Händlern, die Verluste teilweise wettzumachen. «Gold hat die Schwankungen der Aktienmärkte mitgemacht. Nachdem sich der FTSE erholte, stieg auch Gold», sagte ein Händler.

Einen Ausverkauf des Edelmetalls hielten Händler für wenig wahrscheinlich. «Für einen totalen Ausverkauf müssten sich alle Fonds dagegen entscheiden, weiter in Gold zu investieren, und das wird wohl kaum geschehen», sagte ein Händler.

Auch Edelmetall-Analystin Yingxi Yu von Barclays Capital sprach Gold Aufwärtspotenzial zu, rechnete jedoch weiter mit grossen Preisschwankungen.

Nach Aussage von technischen Analysten liegt bei 675 Dollar ein wichtiger Widerstand. «Ein Fall unter 675 Dollar könnte weiter Verkäufe auslösen und einen Rückgang auf 655, 620 und gar 600 Dollar bedeuten», sagte er.

Gold hat sich seit Jahresbeginn bereits 30 Prozent und in den vergangenen zwölf Monaten sogar um 60 Prozent verteuert. Bei 730 Dollar hatte das gelbe Metall vergangenen Freitag ein 26-Jahreshoch erreicht.

(sda)

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