Aktualisiert 28.02.2014 13:17

Rad

Gold oder Silber für Stefan Küng

Bei der Bahn-WM in Cali (Kol) erreichte der 20-jährige Stefan Küng den Final in der Einzelverfolgung und kämpfte nun um die Goldmedaille gegen den Australier Alexander Edmondson.

Mit 4:21,203 Minuten über die 4 Kilometer war Küng nur zwei Zehntel langsamer als der Australier und qualifizierte sich als Zweiter für den grossen Final um die Goldmedaille, der in der Nacht auf Freitag um 02.30 Uhr Schweizer Zeit ausgetragen wurde. Im kleinen Final um die Bronzemedaille duellierten sich der Neuseeländer Marc Ryan, der acht Zehntelsekunden auf Küng verlor, und der Ire Ryan Mullen. Der zweite Schweizer in der Einzelverfolgung, Tom Bohli, klassierte sich in der Qualifikation mit 4:27,282 Minuten auf Rang 13.

Für den Ostschweizer Küng bedeutet diese Final-Qualifikation eine Steigerung gegenüber der WM vor einem Jahr in Minsk, als er die Bronzemedaille gewonnen hatte. «Damals war ich Aussenseiter und nun zähle ich mich zu den Mitfavoriten», hatte Küng vor der Abreise nach Kolumbien gesagt.

Küng fährt ins Hotel zurück

Aufgewertet wird seine Leistung durch die Tatsache, dass er auf der rund 1000 m über Meer gelegenen und nur mit einem Dach gedeckten untypischen Bahn mit engen Radien und längeren Geraden in seinem Lauf gegen den Italiener Marco Coledan (5. Rang) viel mehr mit dem Wind zu kämpfen hatte als sein Finalgegner. Nationaltrainer Daniel Gisiger: «Im Final sind die Bedingungen für beide gleich. Für Stefan liegt alles drin.»

Küng, einer der hoffnungsvollsten Schweizer Bahnfahrer, der seine Zukunft nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio auf der Strasse sieht, blieb nach der Qualifikation nicht auf der Bahn, sondern fuhr mit dem Velo die rund fünf Kilometer ins Hotel zurück. Unmittelbar vor dem Final fuhr er sich noch 30 Minuten auf der Rolle ein, um bereit zu sein für den Kampf um die Gold- oder Silbermedaille. (si)

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