Anleger suchen Sicherheit: Gold-Preis überspringt 1000-Euro-Marke
Aktualisiert

Anleger suchen SicherheitGold-Preis überspringt 1000-Euro-Marke

Sicherheitsbewusste Investoren haben den Goldpreis zum Wochenausklang wieder auf Rekordwerte getrieben. Anleger aus der Euro-Zone zahlten erstmals mehr als 1000 Euro für die Feinunze.

Für die 31,3 Gramm schwere Feinunze Gold wurden in der Spitze 1002.69 Euro gezahlt. Zu Jahresbeginn war Gold noch ein Drittel günstiger zu haben. Der in Dollar berechnete Spotpreis knackte das erst vor zwei Tagen markierte Hoch und stieg auf 1248.95 Dollar.

Auch in Pfund und Franken berechnet, stieg der Goldpreis auf Rekordniveaus. In Franken betrug der Rekordpreis bisher 1404 Franken. Das Vertrauen in Papierwährungen lasse nach, sagte ein Händler. Im Unterschied zum Papiergeld sei Gold nicht beliebig vermehrbar.

Getrieben wurde der Goldpreis nach Einschätzung von Analysten nicht nur aus Angst vor einer Ausdehnung der Euro-Schuldenkrise, sondern auch von Zweifeln an der Wirtschaftskraft der Euro-Länder generell. Die rigiden Sparmassnahmen in Staaten wie Griechenland, Spanien oder Portugal drohten die Konjunktur ganz abwürgen.

Raus aus Aktien, rein in Gold: So lautet gemäss Analysten die derzeitige Devise. Der Anstieg des Goldpreises sei auf das erhöhte Sicherheitsbedürfnis der Anleger zurückzuführen. Das zeige sich auch in markanten Zuflüssen in entsprechenden Fonds (ETF).

Von Goldhändlern war zu hören, dass sie zuletzt in fünf Tagen so viel Umsatz gemacht haben wie sonst in einem ganzen Monat. Die Nachfrage werde erst wieder zurückgehen, wenn die Schuldenkrise vom Tisch sei. (sda)

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