Aktualisiert 08.06.2011 23:17

Star StyleGolden Kate

kate Hudson ist seit Ihrem Golden globe auf harmlose liebeskomödien abonniert. in «Something Borrowed» wagt sie nun was neues – ein wenig.

von
Violet Kiani

Falls Kate Hudson je schlecht gelaunt sein soll­te, zeigt sies nicht. Höchstens wenn Paparazzi beim Joggen stören, reagiert sie ein bisschen genervt, doch ohne Kameras zu zerschlagen oder F-Wörter zu verwenden. Hier hat jemand den entspannten Umgang mit Medien mit der Muttermilch aufgenommen - und das ist wörtlich zu verstehen: Ihre Mutter ist Goldie Hawn. In Interviews spricht Kate offen über ihr vernünftiges Ver­hältnis zu Ex-Ehemann Chris Robinson, über Sohn Ryder und ihre Familie. Und so weiss die Welt, dass ihre jetzige Schwangerschaft nicht geplant war, aber ohne Verhütung entstanden ist, dass sie ihren Verlobten - Muse-Frontmann Matt Bellamy - Baby Daddy nennt und dass sie sich nicht wie mit Sohn Ryder im Bauch nach Fastfood, sondern nach Grapefruits sehnt.

Top-Groupie

Mutter Goldie Hawn und Stiefvater Kurt Russell zogen Kate und ihre Brüder zwar in Colorado gross, weit weg vom Rummel, aber schon als Teenager sass sie in Backstageräumen wie dem von Talkshowlegende David Letterman und wartete auf ihre Mutter. Die schwärmte vor den Kameras, wie «schön, klug, bodenständig und talentiert» ihre 13-jährige Tochter sei. 2000, neun Jahre später, hatte Kate Hudson für ihre Rolle als Groupie Penny Lane in «Almost Famous» einen Golden Globe gewonnen und war für den Oscar nominiert. Der Respekt der Kino­zuschauer war ihr gewiss, und so bewegte sie sich mit 21 Jahren aus dem grossen Schatten ihrer Mutter. Inzwischen ist sie 32 und verdient über sieben Millio­nen Dollar pro Film. Man sieht sie allerdings nur noch in sogenannten Rom Coms, diesen romantischen Komödien, die immer nach dem gleichen Schema verlaufen und zwanghaft mit Liebes-Happy-End abschliessen.

Flop-Movie

Es sind Rollen, die ein Millionenpublikum erreichen, aber die auch mal eine beschämende Nominierung für die Goldene Himbeere zur Folge haben, wie etwa ihr Auftritt in «Bride Wars» mit Anne Hathaway, einem Film, den Kate selbst produzierte. Davon lässt sich die positive Kate jedoch nicht abschrecken. Gerade promotet sie ihre neue Liebes­komödie «Some­thing Borrowed», in der sie, O-Ton Kate, die «ignorante und nur um ihr eigenes Wohlbefinden besorgte» Darcy spielt. Man nimmt es deren Freundin Rachel (Ginnifer Goodwin) deswegen nicht übel, dass sie eine Affäre mit Darcys Verlobtem beginnt, in den sie eigentlich zuerst verliebt war. Im echten Leben ist Kate eine bessere Freundin als ihr Filmcharakter: «Ich bin kein bisschen wie Darcy.» Den Ex oder den Freund einer Freundin würde sie nie ansehen, «da habe ich einen Ehrenkodex».

Immerhin hat Kate mit der Rolle der egozentrischen Darcy zum ersten Mal eine zunächst unsympathische Figur gewählt, in die sich der Zuschauer nicht sofort verliebt. Man würde sie aber noch lieber mal so hässlich sehen wie Charlize Theron in «Monster» oder so hart wie Hilary Swank in «Million Dollar Baby». Sie hätte das Zeug dazu. Es scheint aber, als wolle sie das der Welt da draussen gar nicht beweisen. Sie zieht es vor, sich bei der Arbeit von ihrem eigenen Leben inspirieren zu lassen. Und das steht bei ihr unter dem Motto: Alles ist gut.

Lug und Trug

Anwältin Rachel (Ginnifer Goodwin) beginnt eine Affäre mit dem Verlobten ihrer

besten Freundin Darcy (Kate Hudson). Je näher die Hochzeit rückt – Rachel soll die Brautjungfer sein –, desto verworrener wird die Situ­a­tion. Rom Com im Hochglanzformat.

«Something Borrowed», ab 16.  Juni im Kino

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