Nach Sommer-Flop: Goldener Herbst füllt die Kassen der Bergbahnen
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Nach Sommer-FlopGoldener Herbst füllt die Kassen der Bergbahnen

Der goldene Oktober zeigte sich am Wochenende in der Ostschweiz von seiner prächtigsten Seite. Die Sonnentage retten den Bergbahnen die Sommerbilanz.

von
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Ausflügler geniessen beim Gasthaus Aescher-Wildkirchli unterhalb der Ebenalp das herrliche Herbstwetter.

Ausflügler geniessen beim Gasthaus Aescher-Wildkirchli unterhalb der Ebenalp das herrliche Herbstwetter.

Am Wochenende hat es niemanden zu Hause auf dem Sofa gehalten. In den Ostschweizer Bergen war es so voll wie selten zuvor. «Das war ein aussergewöhnliches Wochenende», sagt Jürg Schustereit, Marketingleiter der Bergbahnen Toggenburg. Rund 5000 Gäste lösten alleine am Sonntag ein Ticket. Das Wetter habe mitgespielt und das Wandergebiet sei optimal begehbar gewesen. «Das war ein versöhnlicher Abschluss der Sommersaison», sagt Schustereit. «Der traumhafte Oktober rettete nach dem verregneten Juli das Sommergeschäft.»

Auch die Bergbahnen Flumserberg konnten sich am Wochenende über einen Besucheransturm freuen. Über 8000 Passagiere wurden während den zwei Tagen befördert. «Der Oktober trägt zu unserer positiven Sommerbilanz bei», sagt Heinrich Michel, Geschäftsführer der Flumserberg-Bahnen. Insgesamt rechne man mit rund zehn Prozent mehr Umsatz gegenüber dem Vorjahr.

Bestes Wochenende des Jahres

Von einem «Rekord-Wochenende» sprechen die Pizolbahnen. «Es zog so viele Gäste in die Berge wie im Sommer sonst nie zuvor», sagt Klaus Nussbaumer, Geschäftsführer der Pizolbahnen. Ohne diesen Herbst würde die Bilanz trüber ausfallen. Damit habe sich ein altes Sprichwort bewahrheitet: «Abgerechnet wird erst am Schluss.» Zwar könne man noch keine Zahlen nennen, doch dank Super-September und Sonnen-Oktober falle die Saison sicher positiv aus.

Auch die Säntis-Schwebebahn erwartet dank Schlussspurt ein erfreuliches Geschäftsergebnis für die Sommersaison. Der schlechte Juli und August hätten weh getan. Umso erfreulicher sei der Besucheranstrum im Herbst. Die Bahnen im Alpstein-Gebiet fuhren am Sonntag nonstop rauf und runter. «Hier ging die Post ab wie noch nie in diesem Jahr», sagt Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn. Für die Mitarbeiter gab es Überstunden: Damit alle Wanderer und Ausflügler noch ins Tal kamen, fuhr die Bahn bis abends um acht Uhr.

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