Goldfisch getötet : Staatsanwalt ermittelt
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Goldfisch getötet : Staatsanwalt ermittelt

Der Fall eines bei einer Kunstausstellung im österreichischen Dornbirn getöteten Goldfischs beschäftigt die Justiz.

Nach einem Bericht des Österreichischen Radios ORF vom Freitag wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Das Tier war während einer Schau des dänischen Künstlers Marco Evaristti von einem Besucher getötet worden. Evaristti hatte im Frühling in der Ausstellung «Zerstörte Welten und die Utopie der Rekonstruktion» in zehn Standmixern jeweils einen Goldfisch schwimmen lassen.

Er überlies das Leben der Tiere dem Wohlwollen der Besucher. Diese konnten selbst entscheiden, ob sie die Geräte einschalten oder nicht.

Einer der Besucher konnte der Versuchung nicht widerstehen und schaltete einen Mixer ein, der darin schwimmende Fisch starb. Daraufhin erstattete der Österreichische Tierschutzverein Anzeige gegen den Künstler wegen Tierquälerei.

Ob sich der Künstler vor einem Richter verantworten muss, steht noch nicht fest. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Freitag, man habe die Vernehmung Evaristtis beantragt. Erst in einigen Monaten werde darüber entschieden, ob Anklage wegen Tierquälerei erhoben oder das Verfahren eingestellt wird.

Wegen der Schau von Evaristtis war es bereits im Mai 2003 zu einem Prozess in Dänemark gekommen. Damals waren zwei Goldfische getötet worden. Der angeklagte Museumsdirektor wurde vom Vorwurf der Grausamkeit gegen Tiere freigesprochen.

(sda)

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