Aktualisiert 31.03.2007 15:21

Goldfisch Phelps: Sechs Rennen, sechs Siege

Michael Phelps ist in Melbourne unschlagbar. Über 100 m Delfin hat der 21-jährige Amerikaner bereits seine sechste Goldmedaille dieser Weltmeisterschaften gewonnen. Phelps distanzierte Landsmann und Titelverteidiger Ian Crocker um fünf Hundertstel.

Phelps schlug in 50,77 an, womit er seine persönliche Bestzeit um 0,33 Sekunden senkte. Zum Weltrekord von Crocker fehlten dem Superstar aus Baltimore 37 Hundertstel. Die drei WM-Titel zuvor hatte er alle in Weltrekordzeit gewonnen.

Insgesamt hat Phelps schon 16 WM-Titel in seinem Palmarès, fünf mehr als der nächstbeste Schwimmer (Ian Thorpe). In Melbourne hat der Amerikaner noch die Chance auf zwei weitere Titel, nämlich mit der 4x100-m-Lagenstaffel sowie über 400 m Lagen.

Für den einzigen Weltrekord am vorletzten WM-Tag sorgte das australische Quartett Emily Seebohm, Leisel Jones, Jessicah Schipper und Lisbeth Lenton, das in 3:55,77 die eigene Bestmarke aus dem Vorjahr um 0,56 Sekunden unterbot. Schlussschwimmerin Lenton gewann in Melbourne bereits die vierte Goldmedaille.

Über 800 m Crawl verpasste es die Französin Laure Manaudou nur knapp, als erste Frau das WM-Triple über 200, 400 und 800 m (wie Ian Thorpe 2001 in Fukuoka/Jap) zu schaffen. Vor den letzten 50 m führte Manaudou noch mit fast einer halben Sekunde Vorsprung, doch im Schlussspurt zeigte sich Kate Ziegler stärker. In 8:18,52 distanzierte die 18-jährige Amerikanerin ihre Konkurrentin um 28 Hundertstel.

Der schnellste Schwimmer der Welt ist ein Amerikaner. Allerdings war der WM-Titel über 50 m Crawl eher Cullen Jones, dem ersten schwarzen Spitzenschwimmer aus den USA, denn Ben Wildman-Tobriner zugetraut worden. Doch "The Wildman", nur als Sechster in den Final eingezogen, setzte sich um sechs Hundertstel gegenüber Jones durch.

Auch über 200 m Rücken ging die Goldmedaille nach Amerika. Margaret Hoelzer verpasste in 2:07,16 den Weltrekord von Krisztina Egerszegi (Un) vom August 1991 nur um eine halbe Sekunde. Über 50 m Delfin gewann Europameisterin Therese Alshammar (25) im fünften Anlauf ihren ersten WM-Titel auf der Langbahn und die erste goldene Auszeichnung für Schweden in Melbourne. (si)

Flori Lang verpasst WM-Final nur knapp

Flori Lang verpasste an den Weltmeisterschaften in Melbourne die Qualifikation für den Final über 50 m Rücken nur um fünf Hundertstel. Der 24-jährige Zürcher wurde Neunter. In 25,81 Sekunden blieb Lang nur einen Zehntel über seinem Schweizer Rekord.

Um die Halbfinal-Teilnahme hatte Lang nach mässigen 26,23 im Vorlauf lange zittern müssen. Als 15. fand er aber gerade noch Unterschlupf. "Für einmal war das Hundertstelglück mal auf meiner Seite", sagte Lang.

Wenn er seinen vierjährigen Schweizer Rekord in den Halbfinals unterboten hätte, hätte sich Lang für den Final qualifiziert.

(SI)

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