Minus 22 Prozent: Goldpreis im freien Fall
Aktualisiert

Minus 22 ProzentGoldpreis im freien Fall

Weil die US-Wirtschaft munter dreht und der Dollarkurs steigt, stossen Investoren Gold ab. Die Folge: Der Goldpreis sackt ab.

Der Goldpreis hat seine Talfahrt fortgesetzt und ist heute Mittwoch nochmals kräftig abgerutscht. Am Vormittag sank der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) an der Börse in London um 3,35 Prozent auf 1234,01 Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit September 2010.

Laut den Daten der Finanznachrichtenagentur Bloomberg verlor der Goldpreis im laufenden Quartal bereits etwa 22 Prozent und zeigte damit den stärksten Einbruch innerhalb eines Quartals seit 1920.

Die Aussicht auf ein Abflauen der Geldschwemme durch die US-Notenbank habe den Goldpreis stark unter Druck gesetzt, erklärten Händler.

Auslöser sind die USA

Auslöser für den aktuellen Kursrutsch sind überraschend starke Konjunkturdaten aus den USA und ein damit einhergehender Anstieg des US-Dollars. In der grössten Volkswirtschaft der Welt setzt der Immobilienmarkt seine Erholung fort. Die US-Verbraucher sind so zuversichtlich wie lange nicht mehr, und auch Unternehmen investieren wieder kräftig.

Die US-Notenbank hatte vergangene Woche angekündigt, bei einer weiterhin guten Konjunkturentwicklung noch im laufenden Jahr mit dem Ausstieg aus dem milliardenschweren Anleihekaufprogramm zu beginnen. Dies hatte zu massiven Kursbewegungen an den Finanzmärkten geführt und auch den Goldpreis stark belastet. (sda)

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