Aktualisiert 22.12.2011 20:11

Exportschlager

Golduhren aus der Schweiz sind heiss begehrt

Die Schweizer Uhren- und Schmuckindustrie boomt. Das Jahr 2011 wird sämtliche Rekorde brechen.

von
Hans Peter Arnold
Die Nachfrage nach Schweizer Luxusuhren bleibt gross. Foto: key

Die Nachfrage nach Schweizer Luxusuhren bleibt gross. Foto: key

In den Monaten Januar bis ­November stieg der Wert der Uhrenexporte aus der Schweiz um 19 Prozent auf 17,4 Mia. Franken (im Vergleich zum Vorjahr). Was Konjunkturforscher verblüfft: In den vergangenen Monaten hat sich das Wachstum entgegen dem düsteren Konsumtrend nicht abgeschwächt. Im November betrug das Exportvolumen 2,05 Mia. – das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Zu verdanken ist das vor allem den asiatischen Ländern. Die Exporte nach Hongkong stiegen um 23,6 Prozent, jene nach China um über 8 Prozent. In den ersten elf Monaten stiegen die Exporte nach China sogar um 51 Prozent auf 1,46 Milliarden Franken. Der Schweizer Uhrenverband geht davon aus, dass das Jahr 2011 zum besten Jahr aller Zeiten wird.

«Ich erwarte auch für 2012 ein starkes Jahr für unsere Branche», sagte Hublot-CEO Jean-Claude Biver gegenüber dem TV-Sender Bloomberg. «Die Nachfrage nach Luxus bleibt in den Schwellenländern hoch.» Speziell erwähnt Biver Brasilien, Mexiko, die Türkei, Russland, Indonesien und China. Und selbst Europa müsse nicht darben: Schliesslich würden die Touristen in Europa die Umsätze heben. Es kommt noch dicker: Das Premium-Segment legte 2011 am stärksten zu. Die Absätze mit Golduhren stiegen um 24 Prozent auf 688 Mio. Franken. Im laufenden Jahr wurden 56 500 Golduhren exportiert. Der Export von Gold-Stahl-Produkten etwa wuchs um knapp 28 Prozent; das Segment der Stahluhren um 5,9 Prozent. Insgesamt wurden im laufenden Jahr 27,2 Millionen Uhren (+15 Prozent) exportiert.

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