Filmreife Begegnung: Golfer trifft Tante seines Herzspenders – zufällig
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Filmreife BegegnungGolfer trifft Tante seines Herzspenders – zufällig

Erik Compton ist ein Golfprofi mit bewegter Lebensgeschichte. Im Rahmen eines Turniers in Ohio kommt ein unfassbares Kapitel dazu.

von
kai

Er ist der Golfer mit drei Herzen. Mit neun Jahren wird bei Erik Compton ein viraler Infekt diagnostiziert, der sein Herz stark beschädigt. Mit zwölf erhält er sein erstes Spenderherz. Im Oktober 2007, er ist inzwischen fast 28, erleidet der Amerikaner einen Herzinfarkt, überlebt nur dank einer Notoperation. Als im folgenden Mai ein junger Mann namens Isaac Klosterman (26) mit dem Motorrad tödlich verunglückt, wird dem Golfprofi dessen Herz eingepflanzt. Gut fünf Monate nach dem Eingriff geht die frühere Weltnummer 1 der Junioren bereits wieder seinem Beruf nach.

Heute ist Compton 35 und hat sich bei der lukrativen US-PGA-Tour etabliert. 2014 verpasst er am US Open als Zweiter nur knapp seinen ersten Major-Titel, diese Saison hat er bisher über eine halbe Million Dollar Preisgeld eingesammelt. Das Memorial Tournament in der vergangenen Woche in Dublin, Ohio, beendete er auf Platz 36. Und doch dominiert er danach die Schlagzeilen – weil Jim Nantz, ein TV-Kommentator beim US-Sender CBS, eine unfassbare Geschichte mit dem Publikum teilt, die ihm Compton vor der Schlussrunde am Sonntag erzählt hat.

Die gesprächige Kellnerin

Ein paar Tage zuvor diniert Compton in Dublin in einem Restaurant, als ihn eine Kellnerin anspricht. Sie hat gerade durch jemanden, der den prominenten Gast erkannt hat, von dessen Schicksal erfahren. Also erzählt sie Compton von ihrem Neffen, der einst bei einem Motorradunfall starb. Die Eltern hätten danach beschlossen, seine Organe zu spenden. Compton fragt nach seinem Namen – und ist fassungslos. Der Neffe der Kellnerin war tatsächlich Isaac Klosterman, dem Compton sein Weiterleben verdankt.

Wer an der Echtheit der Geschichte zweifelt, dem sei gesagt: Compton hat die spezielle Begegnung via Twitter bestätigt und Kommentator Nantz dafür gedankt, dass er davon erzählte.

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