Finanzkrise: Golfstaaten und China sollen Hunderte Milliarden zahlen
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FinanzkriseGolfstaaten und China sollen Hunderte Milliarden zahlen

Zur Überwindung der weltweiten Finanzkrise benötigt der Internationale Währungsfonds IWF nach Ansicht des britischen Premierministers Gordon Brown weitere Hunderte Milliarden Dollar.

Nur so könnten wegen der Krise unter Druck geratene Volkswirtschaften vor einem Kollaps bewahrt werden, sagte Brown am Sonntag in Riad. «Darum fordere ich mehr Mittel für den IWF, Hunderte Mrd. Dollar zusätzlich zu den 250 Mrd. Dollar, die (der Fonds) bereits hat.»

Notwendig sei eine Politik, die notleidende Volkswirtschaften das Überleben garantiere, sagte Brown, der derzeit die Golfregion besucht, um für weitere Mittel für den Fonds zu werden.

Brown will die Golfstaaten genauso wie China dazu bewegen, angesichts ihrer grossen finanziellen Ressourcen Geld in ein vom IWF verwaltetes Instrument einzuzahlen. Vor allem die ölproduzierenden Staaten, die angesichts der steigenden Energiepreise in den vergangenen Jahren mehr als eine Billion Dollar eingenommen hätten, seien jetzt in der Verantwortung.

Wegen der Finanzkrise sind bislang vor allem Island, Ungarn und die Ukraine unter Druck geraten und haben vom IWF bereits Milliardenhilfen erhalten. Auch Pakistan steht vor einem Kollaps.

In Washington kommen am 14. und 15. November die Staats- und Regierungschefs der G20 zusammen, um über Konsequenzen aus der Finanzkrise zu beraten. Zur G20 gehören die sieben führenden Industrienationen - darunter auch Grossbritannien - und Russland sowie wichtige Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien.

(sda)

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