«Shine A Light» Statistics: Good Fellas
Aktualisiert

«Shine A Light» StatisticsGood Fellas

Regiegenie Martin Scorsese setzt den Rolling Stones mit dem Konzertfilm «Shine a Light» ein cineastisches Denkmal. Die Zahlen dazu sind ebenfalls ziemlich eindrucksvoll.

von
Marius Gartmann

2 Konzerte der Rolling Stones im New Yorker Beacon Theatre filmte Scorsese ab. Ex-Präsident Bill Clinton, dessen 60. Geburtstag den Anlass gab für die exklusiven Gigs, machte die Ansage. Danach folgten Auftritte von Gaststars wie Christina Aguilera und Jack White.

4 Jahre lang war Andrew Loog Oldham Manager der Rolling Stones, von 1963 bis 1967. Der Engländer sah die Stones als bösen Gegenentwurf zu den Beatles – im Stile der Droogs aus «Clockwork Orange». Genau diesen Roman hat Scorseses grosses Vorbild, Stanley Kubrick, später verfilmt.

14 Kameras setze Oscargewinner Scorsese ein, um die Show der Stones filmisch festzuhalten. Normalerweise verwendet man vier oder fünf. Der Macher von «Taxi Driver» und «Goodfellas» war schon immer bekannt für seinen Perfektionismus: Um das Las-Vegas-Epos «Casino» möglichst realistisch erscheinen zu lassen, stellte er Ex-Gangster und ehemalige FBI-Agenten als Berater an.

350 Euro werden momentan auf Ebay für ein Stones-Sammlerstück geboten: ein seltenes Plattenset, Japan Edition. Regisseur Scorsese ist natürlich ebenfalls vertreten in der Welt der Internetauktionen. So ist für 122 Franken eine von Marty persönlich zusammengestellte CD-Box zu ersteigern: «The Blues – A Musical Journey». Ein Lied der Stones sucht man auf den fünf CDs allerdings vergeblich.

1962 gründeten Keith Richards, Mick Jagger und der mittlerweile verstorbene Brian Jones die Rolling Stones. Bereits drei Jahre früher sammelte Martin Scorsese seine ersten Erfahrungen im Filmbusiness. Der Kurzfilm «Vesuvius VI» dürfe allerdings nur vereinzelten Cineasten ein Begriff sein.

1972 sollte ein Tournee-Film namens «Cocksucker Blues» erscheinen. Den Stones waren der offen zelebrierte Drogenkonsum und der im Film gezeigte Groupieverschleiss dann aber doch zu heikel, also wurde von einer Veröffentlichung abgesehen. Heute scheint es bei den Herren etwas ruhiger zu- und herzugehen.

1 791 013 Mal wurde das Video zu «Angie» auf YouTube bisher angeklickt. Das Wahlkampfteam von Angela Merkel verwendete das Lied übrigens 2005 bei Auftritten der heutigen Bundeskanzlerin. Ob die PR-Berater mehr als den Titel gelesen haben, ist fraglich. So heisst es im Text etwa: «Angie, du bist schön (...), aber ist es nicht Zeit, uns zu verabschieden?»

500 000 000 Dollar brachte die «A Bigger Bang»-Tour ein, die von 2005 bis 2007 dauerte, und zu der auch das Konzert in Dübendorf gehörte. Zum Vergleich: Martys finanziell erfolgreichster Streifen, «The Departed», brachte es gerade mal auf 280 Millionen.

«Shine a Light» läuft ab Freitag in den Kinos.

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