Aktualisiert 08.12.2009 08:37

SuchmaschinenGoogle bleibt beim Kerngeschäft

Das Unternehmen hat heute «Google Goggles», eine auf Bildern basierende Suche für Android-Handys, vorgestellt. Ausserdem können sich Nutzer dank einer Funktion namens «Latest Results» Echtzeit-Treffer liefern lassen. Wer auf ein eigenes Handy des IT-Konzerns gehofft hatte, wurde enttäuscht.

von
hst

Vor Googles für heute angekündigtem Event war immer wieder über ein eigenes Smartphone des Suchmaschinenanbieters spekuliert worden. Das hatte keiner der Präsentatoren am Firmensitz im Mountain View im Gepäck. Dafür wurden zwei neue Tools für die Websuche präsentiert.

Mit «Google Goggles» können Besitzer von Handys mit dem freien Betriebssystem Android eine auf Bildern statt Texteingaben basierende Suche nutzen. Die Kamera des Smartphones soll beispielsweise ein Gebäude auf einem Foto in einem Zeitungsartikel erkennen und anschliessend mehr Informationen zu diesem im Web finden, wie ein Video von Google zeigt.

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Grob verkürzt, werden Teile des Fotos mit dem Datenbestand aus Googles Bildersuche abgeglichen. Die ab sofort weltweit auf Englisch verfügbare Applikation soll laut Google bereits mehrere Millionen Objekte erkennen. Dazu zählen Kunstwerke, Orte und Firmen-Logos.

Google schliesst zu bing auf

Bislang können nur Nutzer von google.com eine zweite Neuheit des Anbieters namens «Latest Results» testen. Dem User werden nun Treffer von Seiten wie Twitter und FriendFeed angezeigt. Damit hat Google begonnen, Echtzeit-Ergebnisse für seine Nutzer zugänglich zu machen. Microsofts Suchmaschinen bing bietet dies ihren US-Nutzern allerdings schon seit Ende Oktober, wie 20 Minuten Online berichtete. Im Clip gibt Google einen ersten Einblick.

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Google gab nicht an, welche Kriterien ausser dem Veröffentlichungszeitpunkt noch in die Gewichtung eines Beitrages einfliessen. Die Echtzeit-Suche ist dann interessant, wenn es auf Minuten oder gar Sekunden ankommt - beispielsweise bei Attentaten oder Flugzeugabstürzen.

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