Aktualisiert 02.09.2009 18:17

Street View SchweizGoogle gelobt Besserung

Der Internet-Konzern Google will Gesichter und Autoschilder in seinem Online-Dienst Street View besser verwischen.

Dies ist ein Teil eines umfangreiches Pakets von Ideen und Lösungen zum Persönlichkeitsschutz, das Google laut eigenen Angaben am Mittwoch in Bern dem eidgenössischen Datenschützer Hanspeter Thür unterbreitet hat. Man freue sich auf weitere Gespräche, sagte er. Bereits Anfang letzter Woche hatten in Bern zweitägige Gespräche zwischen Thür und Google stattgefunden.

Thür teilte später mit, er werde in den kommenden Tagen prüfen, ob die vorgeschlagenen Massnahmen die Privatsphäre ausreichend schützten und besonders ob Gesichter und Autoschilder zuverlässig unkenntlich gemacht würden. Das Ergebnis und das weitere Vorgehen werde er nächste Woche kommunizieren, heisst es in der Mitteilung. Bis zur Klärung der offenen Fragen schalte Google weiterhin keine neuen Gebiete auf. Wie berichtet, hatte Thür die Verschlüsselungssoftware von Google als ungenügend bezeichnet, mit rechtlichen Schritten gedroht und Google sogar aufgefordert, Street View vom Netz zu nehmen.

Google von Legalität überzeugt

Die Verwischung von Gesichtern und Autokennzeichen werde nun deutlich verbessert, versicherte Google-Datenschützer Fleischer. Man habe sehr hart daran gearbeitet, Thürs spezifische Bitten zu erfüllen, die erst nach dem Start von Street View an Google gerichtet worden seien. Google sei davon überzeugt, dass Street View vollkommen legal sei. Street View wurde laut Fleischer in den zwei Wochen seit seiner Einführung in der Schweiz sehr populär.

Bei den Gesichtern werden die Verbesserungen laut Fleischer zuerst in der Schweiz eingeführt, später auch in andern Ländern. Die bessere Verwischung von Kontrollschildern betreffe nur die Schweiz, da sie grössere Kennzeichen habe als andere Staaten. Die Verbesserungen würden innert ein paar Wochen realisiert. Fleischer kündigte weiter an, es werde ein noch detaillierterer Fahrplan der Google-Kameraautos veröffentlicht. Die Informationen über den Zeitplan der Fahrten würden verbessert. (dapd)

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